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Rp-Thema Notunterkunft
Erste Spenden erreichen die Flüchtlinge

Rp-Thema Notunterkunft: Erste Spenden erreichen die Flüchtlinge
Orgaz Pici, Gudrun Tersteegen und Durma Mijeta sortieren die Spenden für die Flüchtlinge. In den kommenden Fragen soll der Bedarf der Menschen abgefragt werden, die teilweise nicht haben außer der Kleidung, die sie bei ihrer Ankunft in Deutschland trugen. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Die Hilfsbereitschaft in Kapellen ist groß - besonders benötigt werden derzeit Bettzeug, Kleidung und Handtücher. Die Gruppe "Mein Kapellen" sammelt Textilien. Der TV Kapellen will Gymnastik- und Bewegungskurse anbieten. Von Peter Gottschlich

Seit Freitagmorgen sammelt die Gruppe "Mein Kapellen" Textilien, die die Flüchtlinge in der neuen Notunterkunft in der Achterathsfeldschule brauchen. Gestern hatten die Kapellener in der Sammelstelle der Krankengymnastik-Praxis von Roland Wulf schon so viel Bettzeug, Kleidung und Spielzeug abgegeben, dass die Aktiven um Gruppensprecherin Gudrun Tersteegen einen VW-Transporter und drei Autos füllen konnten.

Die gespendeten Dinge lagerten sie in zwei kleinen Räumen der Notunterkunft ein, wobei sie von vier jungen Albanern unterstützt wurden. In den kommenden Tagen wolle sie die Sachen verteilen. "Die Flüchtlinge benötigen vor allem Bettzeug, also Laken und Bezug, Bettdecke und Plumeau", sagt Gudrun Tersteegen. "Sie brauchen Handtücher und Badetücher, sowie Kleidung. Dazu ist Mineralwasser in kleinen Kunststoffflaschen gefragt. Wir sind den Spendern dankbar."

Die Notunterkunft Achterrathsfeldschule in Moers FOTO: Dieker, Klaus

Wenn sich in den kommenden Tagen das Leben in der Notunterkunft eingespielt hat, sollen die 150 Flüchtlinge befragt werden, welche Dinge sie besonders benötigen. "Manche sind ja nur mit den Sachen angekommen, die sie tragen", berichtet Einrichtungsleiter Andre Bröcking. Bislang hat die Gruppe um Astrid Tersteegen keinen größeren Raum, um Bettzeug, Handtücher und Kleidung zu lagern. "Es gibt keine Lagerlogistik, weil wir in der Notunterkunft nur zwei kleine Räume haben", sagt Thorsten Krüger, Leiter des Schloerstiftes in Hülsdonk und Sprecher des Ortsverbandes der Moerser Grünen. "Wir können keine Kleiderkammer einrichten. Wir haben den Bedarf abzufragen und im Hintergrund zu sammeln." Deshalb sei die geplante Befragung so wichtig. Gleichzeitig bleibe es schwierig, einen Bedarf zu planen, weil niemand wisse, wie lange die 150 Flüchtlinge in der Notunterkunft bleiben würde, von den die letzten am Sonntagabend gegen 21 Uhr ankamen.

Neben der Gruppe "Mein Kapellen" will sich der Turnverein Kapellen für die Flüchtlinge einsetzen. "In der Turnhalle nahe der Schule wollen wir Gymnastik- und Bewegungskurse für Frauen anbieten", sagt TV-Vorsitzender Jürgen Kohl. "Wir haben einen Aufruf gestartet, um Übungsleiter zu finden." Dazu will der TV Kapellen auf dem Sportplatz, der nahe der Achterathsfeldschule liegt, Fußball anbieten. "Tim Laakmann, der Leiter der ersten Mannschaft, kümmert sich darum", berichtet Jürgen Kohl. Am Montagmorgen gab es ein erstes Gespräch zwischen dem TV Kapellen und dem Sportamt. Wann das erste Angebot startet, steht noch nicht fest, es soll aber in nächster Zeit sein.

Quelle: RP
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