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Nacht Der Industriekultur
"Extraschicht" auf Schacht IV in Moers

Nacht Der Industriekultur: "Extraschicht" auf Schacht IV in Moers
FOTO: Probst, Andreas (apr)
Moers. Das Kulturspektakel "Extraschicht" macht am Samstag zum ersten Mal Station in Moers. Auf Schacht IV rund um den PM-Park wurde ein geschichtsträchtiges Programm als Teil der ruhrgebietsweiten Nacht der Industriekultur auf die Beine gestellt.

Bereits seit 15 Jahren ist die "Extraschicht" der Feiertag des gesamten Ruhrgebiets für die Industriekultur. Wie schon in den vergangenen Jahren öffnen sich in diesem Jahr unter dem Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" wieder die Tore zu den alten Industrie- und Kulturanlagen des Kohlenpotts. Von 18 bis 2 Uhr haben die Besucher Zeit, in 19 Städten an 45 Spielorten rund 500 Events zu erleben.

Premiere feiert die "Extraschicht" in diesem Jahr in Moers. Denn der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein hat sich der Aufgabe angenommen, rund um den alten Schacht IV am PM-Park ein geschichtsträchtiges Programm auf die Beine zu stellen. Der Verein kümmert sich um die Pflege und Erhaltung des Industriedenkmals an der Zechenstraße in Hochstraß.

Die Besucher werden in Moers vier Programmpunkte erleben können. Zum einen werden die Werke der beiden Industriefotografen André Thissen und Dirk Thomas den gesamten Abend über zu bewundern sein. Beide haben selbst eine Bergbau-Vergangenheit und werden ihre großformatigen und charismatischen Fotos von Industrieanlagen aus dem gesamten Ruhrgebiet zur Schau stellen.

Musikalisch und stimmungsvoll wird es bei den Auftritten der Band "Die Püttrologen" (18.30/20/22/1 Uhr) zugehen. Die Gruppe entstand aus der Schlosserkameradschaft des Bergwerks Niederberg und setzt sich bis heute aus ehemaligen oder aktiven Bergleuten zusammen. Die Band zeichnet sich vor allem durch ihre bodenständigen Versionen deutscher Lieder aus, der Fokus liegt dabei auf Werken aus dem Rheinland oder dem Ruhrgebiet.

Auch das Schlosstheater Moers wird am Samstag mit von der Partie sein. Unter der Leitung von Ulrich Greb zeigt das Ensemble eine jeweils halbstündige theatralische Installation mit Musik und Texten zur Bergbaugeschichte (19/21/23 Uhr). In dieser halben Stunde fährt das Schlosstheater symbolisch in das Grubenfeld Rheinpreußen ein und befördert Schicht für Schicht seiner Geschichte ans Tageslicht.

Passend dazu präsentieren die Lichtkünstler Mathias Plenkmann und Christian Spieß sowie Musiker Andreas Pasieka nach einsetzender Dunkelheit eine Licht- und Klangperformance mit dem Titel "Schwarzes Gold". In Form einer Fassadenprojektion werden sie traditionelle und moderne Elemente des Bergbaus miteinander verbinden.

Während des gesamten Abends besteht die Möglichkeit, auch die Spielorte der anderen teilnehmenden Städte zu besuchen. Kostenlose Shuttle-Busse transportieren die Nachtschwärmer durch das gesamte Ruhrgebiet. So zum Beispiel auch nach Duisburg. Dort findet die diesjährige "Extraschicht" unter anderem am Innenhafen statt. Das Programm beinhaltet Architekturführungen, Museumsbesuche, Performancekünstler, jede Menge Live-Musik sowie Illuminationen vom Hafenforum bis zum Schwanentor.

Markus Plüm

Quelle: RP
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