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Moers
Fabricius-Pokal ist wieder zurück in Moers

Fabricius-Pokal ist zurück in Moers
GMGV-Vorsitzender Peter Boschheidgen mit Museumsleiterin Diana Finkele, Wilfried Scholten (stellv. Vorsitzender GMGV) und Restaurator Bernhard Dolezalek (v.l.) mit den neuen Exponaten. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Grafschafter Museums- und Geschichtsverein freut sich über zwei neue Exponate für seine Sammlung. Von Sabine Hannemann

Um gleich zwei Exponate reicher ist der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein (GMGV). Museumsleiterin Diana Finkele hat gestern vom GMGV-Vorsitzenden Peter Boscheidgen zwei interessante Stücke für die Vereinssammlung erhalten: einen Pokal und ein Bild, die das Grafschafter Kolorit erweitern. Die Rede ist von einem 41 Zentimeter hohen silbernen Pokal, der 1875 dem Beigeordneten Karl Fabricius überreicht wurde. Die Inschrift auf dem Pokal mit Deckel und preußischem Adlermotiv lautet "Dem ersten Beigeordneten Karl Fabricius in dankbarer Erinnerung an 25-jährige treue Wirksamkeit - Mörs im Oktober 1875 Die Stadt und Landgemeinde".

Der Pokal sei ein Zeugnis, "das auch die politische Kultur und das Ansehen lokalpolitischen Engagements in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt", sagte Peter Boscheidgen, der ein derartiges Stück als gute Ergänzung der Sammlung einschätzt. "Ein so schönes und zugleich aussagekräftiges Schmuckstück sollte schon einen Platz in Moers haben."

Der reich verzierte Pokal, den Fabricius (1810 bis 1898) als Anerkennung für seine politische Arbeit erhielt, tauchte in einem Antiquitätenhandel in Gronau auf. Nach entsprechender Recherche und Kontaktaufnahme hat der Pokal seinen Weg zurück nach Moers gefunden. Vereinsmitglied Bernhard Dolezalek richtete den Pokal wieder her, der heute in altem Glanz erstrahlt. "Handwerklich sehr gut gearbeitet und ohne Beschädigungen", meinte Dolezalek. Diana Finkele vermutet, dass dieser Pokal zu rein dekorativen Zwecken in einer Vitrine gestanden haben könnte. Nun bereichert er die Sammlung im Museum, deren Grundstock 1908 von Boscheidgens Großvater angelegt wurde. Bei dem zweiten Neuzugang handelt es sich um ein Bild des Malers A. Wimmenauer, datiert 1904.

Bereits 2014 zeigte eine Ausstellung Arbeiten des Malers Wimmenauer, der seine Jugend in Moers verbrachte. Sein Vater unterrichtete am Adolfinum. Wimmenauer hat in München Kunst studiert und viele Motive rund um München auf die Leinwand gebannt. Er kam aber immer wieder an den Niederrhein zurück, um zu malen. 1914 fiel er im Krieg. Das Ölgemälde trägt den Titel "Niederrheinisches Dorf" und ist mit seinen 111 Jahren in gutem Zustand. "Uns interessiert nun, welchen Kirchturm in welchem Ort Wimmenauer gemalt hat", sagte Diana Finkele. Zu sehen ist ein mit Bäumen umgebener Weiher, der Kirchturm ragt in den Himmel. Wer das Motiv einer Ortschaft zuordnen kann, wird gebeten, sich unter Telefon 02841 140021 zu melden.

Quelle: RP
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