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Moers
Fahrrad Hackstein richtet sich in Schaephuysen neu ein

Moers. Das früher in Moers ansässige Geschäft ist umgezogen. Die Inhaber setzen auf "maßgeschneiderte" Räder. Von Josef Pogorzalek

Eine abgedeckte Arbeitsgrube lässt es ahnen: Hier war früher mal eine Autowerkstatt. Jetzt stehen Fahrräder in den Räumen an der Vluyner Straße 40 in Schaephuysen, und Regale mit Fahrradhelmen und anderem Zubehör. Jutta und Ralf Brunke sind gerade dabei, sich mit ihrem Fahrradgeschäft am neuen Standort einzurichten. "Fahrrad Hackstein", steht auf dem Schild an der Fassade. Viele Jahre lang stand der Name für Know-how rund ums Rad in Moers. Vor zehn Jahren hat das Ehepaar Brunke das Geschäft an der Uerdinger Straße 89 übernommen, ist dann mit dem Betrieb zur Uerdinger Straße 133 umgezogen. Der jetzige Umzug nach Schaephuysen ist ein wenig aus der Not geboren. Die Vermieterin in Moers habe den Mietvertrag gekündigt, eine Suche nach Alternativen in Moers blieb erfolglos, sagt Ralf Brunke. Einen Verkaufsraum, den hätte es schon gegeben. "Aber das reicht nicht. Wir brauchen eine Werkstatt."

Im Mai hat Fahrrad Hackstein in Schaephuysen geöffnet. Das Geschäft ist noch nicht ganz fertig. "Wir müssen noch ein Schaufenster einbauen", sagt Brunke. Und dann suche er noch nach einer Möglichkeit, auf der Vlyuner Straße auf den Laden hinzuweisen, er liegt nämlich ein wenig abseits der Straße "versteckt". Mit der Rheurdter Gemeindeverwaltung haben die Brunkes gute Erfahrungen gemacht. "Im Vergleich zu Moers sind die hier tiefenentspannt", sagt der 55-jährige Fahrradmechaniker. Aber einfach so ein Schild an der Hauptstraße aufzustellen, das sei an dieser Stelle, außerhalb der geschlossenen Bebauung, nicht möglich. Gesetz ist Gesetz.

Ein klassisches Fahrradgeschäft, in das man geht, aus einer großen Auswahl ein Rad aussucht und dieses mitnimmt, ist Hackstein nicht mehr. "Serienprodukte" bieten die Brunkes nicht mehr an, weil sie in diesem Segment preislich nicht mit großen Ladenketten und Internet-Angeboten mithalten könnten. Stattdessen setzt das Ehepaar auf Service und Beratung. Reparaturbedürftige Räder holt Brunke bei Kunden ab und bringt sie wieder hin. "Dadurch haben wir auch unsere Moerser Kunden behalten." Bei Neurädern setzen die Brunkes vor allem auf die Manufaktur "Patria". Jedes Rad wird individuell auf die Wünsche und körperlichen Eigenheiten des Kunden abgestimmt. Grundlage dafür ist ein "Velochecker": Eine Art Rad-Dummy, bei dem alle möglichen Teile verstellt werden können. "Das fertige Rad ist dann wie ein Maßanzug", sagt Brunke.

www.fahrrad-hackstein.de

Quelle: RP
 
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