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Moers
Fahrradtraining für Asylbewerber

Moers. ADFC, Bunter Tisch und Polizei erklären in einer Schulung die Verkehrsregeln.

Eigentlich sollen gestiftete Fahrräder den in Moers lebenden Flüchtlingen vor allem die Mobilität erleichtern. Dass die Ausgabe von gespendeten Drahteseln jedoch auch gefährlich werden kann, zeigte erst kürzlich ein Vorfall im Februar, als ein Flüchtling auf der Autobahn A 40 mit dem Rad unterwegs war.

Der ADFC bietet deshalb jetzt in Zusammenarbeit mit dem Bunten Tisch und der Polizei in Moers Schulungen zur Verkehrssicherheit an, bei denen die wichtigen Verkehrsregeln mit den Teilnehmern besprochen und erläutert werden. Erst nach so einer Schulung erhalten die Flüchtlinge ein Fahrrad.

Etwa 20 interessierte Zuhörer verfolgten bereits vergangene Woche bei einem ersten Kursus die Erläuterungen von Volker Vorländer vom ADFC zu Verkehrsregeln und Gefahren im Straßenverkehr. Anhand von Bildern erklärte er die Verkehrszeichen von Fahrradwegen, die Rechts-vor-Links-Regel und Besonderheiten im Kreisverkehr.

Aber auch der Tote Winkel bei Lastwagen wurde besprochen sowie das Rechtsfahrgebot und die Folgen bei Missachtung. Als "Geisterfahrer" auf dem Fahrrad werde man nicht nur mit einem Bußgeld bestraft, hieß es, sondern im Falle eines Unfalls könne es teurer werden: Der Radfahrer müsse dann die Hälfte der entstehenden Kosten für Schäden, Rettungswagen und die Bergung selbst tragen, auch wenn er nicht die Hauptschuld am Unfall trägt.

Die Polizei machte die Zuhörer bei dem Treffen außerdem auf die Gefahren an der Homberger Straße aufmerksam. Vom Königlichen Hof aus fahren immer wieder Fahrräder in Richtung Bahnhof auf der Straße verkehrt in die Einbahnstraße ein. Das sei dort jedoch besonders gefährlich, da Busse im Minutentakt die enge Straße passierten. Viele Radfahrer wichen dann auf den Fußweg aus, so dass es immer wieder zu Zusammenstößen mit Fußgängern komme.

Auch die Sichtbarkeit in der Dunkelheit ist immer wieder ein Problem. Helle Kleidung ist vorteilhaft, dazu sollte das Licht am Fahrrad spätestens zusammen mit der Straßenbeleuchtung eingeschaltet werden, erklärte die Polizei.

Zur besseren Verständigung dolmetschte und begleitete Cihad Karabulut die Schulungsmaßnahme und teilte auch am nächsten Tag an die Schulungsteilnehmer die gespendeten Räder aus, die auch diesmal wieder durch die Polizei codiert und damit vor Diebstählen geschützt wurden.

Quelle: RP
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