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Rheurdt
Ferienspaß bindet auch Flüchtlingskinder mit ein

Rheurdt. Auf dem Gelände rund um den ehemaligen Rheurdter Bahnhof fanden in drei Wochen Ferienspiele der Awo statt.

Das Gelände rund um den Rheurdter Awo-Bahnhof erwies sich für die Aktion Ferienspaß als ideales Gelände. Während an der einen Ecke Fußball gespielt wurde, ließen die Ferienbetreuer Jasmin und Lucas bewährte Bewegungs- und Ballspiele wie Völker- und Brennball aufleben. Im Inneren des Awo-Gebäudes wurde gekickert. Am Nachbartisch regierten Pinsel und Farben auf dem Papier. "Ich male einen Schmetterling", hieß es aus der kreativen Reihe. Die Ferienspiele, die immer in den letzten drei Ferienwochen stattfinden, gestalteten sich als kunterbuntes Angebot mit diversen Aktivitäten. Neben Basteleien ging es schon auf Entdeckungstour, beispielsweise zum Gelsenkirchener Zoom-Zoo.

Fester Bestandteil der Ferienangebote am Bahnhof sind eine Riesenrutsche und eine Hüpfburg, die bei sommerlichen Temperaturen mit entsprechender Wassermenge noch mehr Spaß gemacht hätten. "Wir hatten diesmal Pech mit dem Wetter", sagt Sabrina Kleinen, Jugendleiterin der offenen Awo-Kinder- und Jugendeinrichtung.

Das Programm wird vom Kreisjugendamt Kleve bezuschusst und von Helfern begleitet. Für die rund 70-köpfige Teilnehmerrunde an drei Tagen während der letzten drei Ferienwochen entstehen keine Kosten. "Von uns gibt dazu Obst, Süßigkeiten und Getränke", sagt die 27-Jährige, die sich auch über Hilfe aus den eigenen Reihen freut. "Lucas trifft sich mit Jugendlichen regelmäßig im Bahnhof. Jetzt hilft er uns bei Aktion Ferienspaß. Das finde ich toll", sagt Sabrina Kleinen. Alle Aktivitäten sind ausgebucht. Ein gutes Zeichen, die Ferien in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen zu verbringen. "Das macht richtig Spaß", stellte Elli (10) am Rande des Fußballfeldes fest. "Ich komme schon seit vier Jahren hierher. Alle sind so nett." Sie trifft Kinder aus ihrer Klasse und lernt neue Spielkameraden kennen. Gelungen ist die Kooperation mit ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern, die acht Kinder aus Flüchtlingsfamilien anmeldeten. "Ein gutes Miteinander", stellt Sabrina Kleinen fest. Mit Händen und Füße gelinge die Kommunikation, so dass ein Ferientag für die Beteiligten mit vielen neuen Erfahrungen endet.

(sabi)
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