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Moers
Fette Beats und coole Rapper im Henri

Moers: Fette Beats und coole Rapper im Henri
Die Moerser Rapper Vicasso kamen bei den jugendlichen Besuchern sehr gut an. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Das "Henri Beatz Festival" ging am Wochenende in die zweite Runde. Neben lokalen Künstlern sorgten die beiden deutschlandweit bekannten Headliner Olli Banjo und SAM für ausgelassene Stimmung. Von Vivien Daberkow

Die Beats und Bässe wummerten und von weiten schallte Hip-Hop-Musik über die Industriestraße in Kapellen. Das Awo-Jugendzentrum Kapellen konnte man am Wochenende kaum überhören. Nachdem das "Henri Beatz Festival" im vergangenen Jahr erfolgreich gestartet war, gab es nun die zweite Ausgabe, und das an zwei Tagen.

Für die richtige Stimmung sorgten neben den bundesweit bekannten Rappern Olli Banjo und SAM auch Nachwuchs-Rapper vom Niederrhein. Der Freitagabend wurde von der Kapellener Heile-Welt-Crew, bestehend aus Kaan Icli mit dem Künstlernamen "Azimo", dem 17-jährigen Justin Müsch der sich "Monosch" nennt und Mike Luzius alias "MikeAir" eröffnet. Die Gruppe verbringt ihre Freizeit regelmäßig im Henri, für sie also ein Heimspiel, aber auch eine echt große Ehre, vor so vielen Zuschauern aufzutreten.

"Für einen Musiker ist die Bühne der schönste Ort der Erde", sagt der 18-jährige Kaan. "Es ist echt krass, auf der gleichen Bühne zu stehen wie so bekannte Rapper. Das ist wirklich ein großes Geschenk", fügte er noch hinzu. Diese Aussagen freuten Simon Bleckmann, den Leiter der Awo-Einrichtung und Organisator des Festivals. "Ich hab das aber nicht alles alleine gemacht, die Jugendlichen waren von Anfang bei der Planung dabei", sagte Bleckmann. So haben sie Wünsche geäußert, welche Rapper sie gerne als Hauptact sehen würden, haben bei der Programmplanung geholfen und natürlich auch die Flyer und Plakate, um Werbung für die Veranstaltung zu machen, mit entworfen und verteilt. "Die Jungs sollen natürlich auch lernen, was dahinter steckt, und das haben wir mit ihnen gemeinsam erarbeitet", erklärte der 34-jährige. Während die einen alles auf der Bühne gaben, sorgten die anderen Jugendlichen für einen reibungslosen Ablauf. Generell wird auf die Musikförderung im Henri viel Wert gelegt. "Wir haben schon ein Blick dafür, ob die Jugendlichen talentiert sind, und dann unterstützen wir sie auch, im Musikbusiness durchzublicken", sagte er.

Immer dienstags gibt es daher auch den Hip-Hop Workshop, da basteln die Jugendlichen an ihren eigenen Beats und schreiben selbst Texte. Ein großes Plus - das Henri verfügt über ein eigenes Tonstudio, da können die Jugendlichen dann ihre eigene Musik auch direkt aufnehmen. Davon war auch Olli Banjo begeistert, der an diesem Abend das Tonstudio als Backstageraum nutzte. "Wir hätten früher von solchen Möglichkeiten geträumt. Das ist richtig super für die Jugendlichen. Die können sich hier voll ausprobieren und ihr Ding machen", sagte der Rapper.

Und gab den Jungs von Heile Welt, deren Auftritt er sich angeschaut hatte, auch ein kleines Feedback. "Das war schon echt gut Jungs, aber ihr müsst gucken, dass ihr auf die Bühne kommt und das am besten deutschlandweit. Ob´s Geld gibt dafür oder nicht, das sollte erst mal nicht im Vordergrund stehen", so der Ratschlag des Profis. Auch der Samstag im Zeichen der Musik. Ganz nach dem Motto "Das Jugendzentrum ist unser zweites Wohnzimmer" eröffnete der Moerser Rapper Vicasso mit den Jungs von Heile Welt den zweiten Festival-Abend.

Die drei Musiker waren an dem Wochenende fast nicht von der Bühne zu kriegen. Das Highlight waren aber SAM. Klingt erst einmal nur wie einer, sind aber zwei. Die Brüder Samson und Chelo haben sich entschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Der eine rappt, der andere baut die Beats. Insgesamt kamen 250 Besucher an diesem Wochenende nach Kapellen.

Quelle: RP
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