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Moers
Feuerwehr stellt neue Drehleiter in den Dienst

Moers: Feuerwehr stellt neue Drehleiter in den Dienst
Pfarrer Heinrich Bösing weiht das neu angeschaffte Drehleiter-Fahrzeug der Feuerwehr Moers ein. FOTO: KLaus Dieker
Moers. Das Fahrzeug wurde günstig erstanden. Die gesparten 120.000 Euro fließen in den Umbau des Konrad-Kindergartens. Von Peter Gottschlich

Die Moerser Feuerwehr hat eine neue Drehleiter. Am Samstag wurde sie von den Pfarrern Heinrich Bösing und Martin Gres gesegnet. "In der Gefahr trage sie dazu bei, die zerstörerische Kraft des Feuers zu brechen, Unglück und Katastrophen abzuwehren", sagte Bösing. Dann sprenkelte er Weihwasser auf das rote Auto. Der evangelische Pfarrer ergänzte: "Schütze alle vor Gefahren, die mit diesem Fahrzeug anderen Menschen zu Hilfe kommen."

Die neue Drehleiter löst die alte ab, die 1990 gebaut wurde und zuletzt einige teure Reparaturen verursacht hatte, beispielsweise einmal eine über 150 000 Euro. Das sieht bei der neuen Drehleiter anders aus. Im Unterschied zur alten, die auch 30 Meter lang ist, endet sie in der Höhe nicht starr, sondern mit einem Gelenkarm. An diesem ist über einen Teleskopauszug ein Korb befestigt, auf dem bis zu drei Personen Platz finden. "Bei einem Sturmeinsatz kann man viel leichter lose Äste aus einem Baum holen", erklärte Wehrführer Christoph Rudolph den Vorteil der neuen Technik. "Man kann Menschen aus einer Grube oder einem kleinen Gewässer retten."

Die Magirus-Drehleiter, die jetzt in Moers im Einsatz ist, kostet mit ihrem MAN-Fahrgestell ab dem Magirus-Werk in Ulm 750 000 Euro. Allerdings zahlte die Stadt nicht diesen Preis, weil Fachdienstleiter Klaus Lewitzki geschickt verhandelte. Bevor im Juni 2015 die Feuerwehrmesse Interschutz in Hannover begann, die alle fünf Jahre stattfindet, sprach er mit Magirus über den Kauf einer Drehleiter, die auf der Messe gezeigt und anschließend mit Sonderrabatt verkauft werden sollte. "Das haben andere Feuerwehren auch gemacht", erzählte der Feuerwehrmann.

Mit dem Sonderrabatt kostete die neue Drehleiter "nur" 630 000 Euro. Dafür ist sie nicht flammneu, sondern wurde 2015 schon bei verschiedenen Feuerwehren in Deutschland gezeigt. Deshalb hat das Vorführfahrzeug schon 17.000 Kilometer auf der Tachonadel, selbst wenn es die Messe Interschutz nie erreichte.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer hatte die Idee, mit den eingesparten 120.000 Euro den städtischen Anteil zu bezahlen, um den Kindergarten St. Konrad zu sanieren. Der Rat stellte sich einstimmig hinter diese Idee. "Als der Kindergarten für die U-3-Betreuung umgebaut wurde, zum Beispiel mit neuen Toiletten sowie Schlaf- und Wickelräumen, haben sich weitere Sanierungsmaßnahmen ergeben", berichtete Kirchenvorstandsmitglied Christoph Birke. "Die eine Hälfte diese Kosten trägt die Stadt mit den 120.000 Euro, die andere Hälfte das Bistum. Eigentlich sollte der Kindergarten zur Segnung fertig sein. Aber es liegen noch einige Restarbeiten an."

Quelle: RP
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