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Moers
Filmpremiere: Minutenlanger Applaus fürs Team

Moers. Sie sind zwei junge Menschen, die beide ganz ähnliche Probleme haben, aber doch auf eine sehr unterschiedliche Weise. Eugen wurde von seinen Eltern allein gelassen. Seine Mutter hat die Familie verlassen, als er elf war, und jetzt zieht auch noch sein Vater weg. Lindas Eltern sind beide noch da. Sie hat die Glasknochenkrankheit. Darum hat sie nicht zu wenig von ihren Eltern, sondern viel zu viel. In dem Kurzfilm "Sternenfänger" treffen diese beiden Menschen zusammen. Am Freitagabend feierte der Film im "Bollwerk 107" Premiere. Von Simon Pake

Ungewöhnliche Liebesgeschichte

In 34 Minuten erzählte der 19-jährige Regisseur Pascal Schröder die Liebesgeschichte von Linda und Eugen, die mit einem glücklichen Zufall beginnt und mit einem tragischen Zufall ihr Ende findet. Die beiden verleben eine glückliche Zeit, sie entwickeln sich jeder auf ihre Art weiter. Sie geben sich gegenseitig Halt und vertrauen einander. Der Film versteht es, an die Gefühle der Zuschauer zu appellieren.

Am Ende gelingt es Eugen, wieder zu seinem Vater zurückzufinden, aber zu einen hohen Preis. "Eugen hat unglaublich viel gewonnen. Er schafft es, den großen Verlust auszuhalten und im Leben weiter zu machen", sagt Schauspieler Orestes Fiedler, der Eugen im Film verkörpert. Linda wurde von der bekannten TV-Schauspielerin Olga von Luckwald gespielt. Auf dem Landesfilmfestival in Leverkusen konnte der Film schon die Kritiker überzeugen und landete auf dem ersten Platz. So sahen es auch die rund 200 Zuschauer bei der Premiere im Jugendkulturzentrum Bollwerk 107 am Moerser Bahnhof. Minutenlangen Applaus gab es am Ende des Films für das 25-köpfigen Team von Nachwuchsfilmemachern. Zehn Drehtage brauchte das Projekt, das vom Kulturbüro Moers gefördert wurde, bis alles im Kasten war. Gedreht wurde im Gasometer, auf der Halde Pattberg oder auch beim Filmteam zuhause. Elf Monate brauchte der Film, bis er fertig war. Allein drei Monate nahm die Realisierung des Drehbruchs in Anspruch, das Pascal Schröder und der Co-Regisseur Lars Hücklekemkes gemeinsam geschrieben haben. "Die Idee kam uns an einem sprichwörtlichen verregneten Tag, und wir wollten ein Drehbuch schreiben, aber etwas Tiefgründiges", erzählt Schröder.

Science-Fiction

Nach dem Erfolg mit "Sternenfänger" steht für das Filmteam das nächste Projekt an. Der nächste Film spielt im Jahre 2051. Wann "Sektor 17" raus kommt, steht allerdings noch in den Sternen.

Quelle: RP
 
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