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Moers
Flüchtlings-Koordinatorin beginnt in sechs Wochen

Moers. Die neue Entwicklungsplanerin für das Flüchtlingswesen soll ihre Stelle im Moerser Sozialamt zum 1. März antreten. Gestern hat die Moerser Beigeordnete Kornelia zum Kolk mitgeteilt, wer die neu geschaffene Stelle besetzen wird. In einem internen Bewerbungsverfahren hat sich die 49-jährige Inge Schröder durchgesetzt.

"Sie soll mehr Struktur in den Bereich bringen und zum Beispiel die vielen Keimzellen ehrenamtlicher Arbeit betreuen oder sich um eine angemessene Verteilung der Flüchtlinge aufs Stadtgebiet kümmern", sagt zum Kolk. Schon im Oktober habe sich die Stadt um diesen Aufgabenbereich kümmern wollen, sei aber aufgrund des täglichen Ansturms von Flüchtlingen dazu nicht gekommen. Das soll Inge Schröder jetzt ändern.

Aufgrund ihres Werdegangs ist die 49-Jährige wie geschaffen für die Aufgabe.Die Verwaltungsfachangestellte arbeitet seit 1983 bei der Stadtverwaltung Moers - zuletzt war sie für Organisationsfragen im Sozialbereich zuständig und hatte bereits dort zahlreiche Anknüpfungspunkte zu ihrer künftigen Tätigkeit. Im Sozialamt erlebte sie die erste Flüchtlingswelle der 90er Jahre. Weitere berufliche Stationen waren unter anderem die kommunale "Hilfe zur Arbeit", die ARGE Kreis Wesel und das Jobcenter Kamp-Lintfort. Auf diese Erfahrungen in der Netzwerk- und Projektarbeit kann sie nun zurückgreifen. Schließlich muss sie künftig intensiv mit Verbänden, Einzelpersonen und anderen Behörden zusammenarbeiten.

"In der Flüchtlingsarbeit wird momentan jede Hand gebraucht", sagt Schröder. "Für mich ist es eine Herausforderung, dieses wichtige Thema mitzugestalten." In ihrem neuen Job arbeitet sie unter der Leitung von Michael Rüddel, Chef des Bereichs Jugend und Soziales bei der Stadt. Die SPD hatte vorgeschlagen, aufgrund der großen Bedeutung die Stelle unmittelbar beim Bürgermeister anzusiedeln. "Doch damit hätten wir eine weitere Schnittstelle bekommen", sagt zum Kolk. Sie rechnet für dieses Jahr mit bis zu 2000 weiteren Flüchtlingen in Moers. Das entspräche nahezu einer Verdopplung der derzeitigen Zahlen. Sie schließt nicht aus, dass die Stadt deshalb noch weitere Stellen auch im Organisationsbereich schaffen muss. "Wir werden die Lage intensiv beobachten."

(ock)
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