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Rheurdt
Flüchtlingsbetreuung: Schon mehr als 300 Beratungen

Rheurdt. Die Situation der Flüchtlinge in der Gemeinde Rheurdt war am Donnerstagabend Thema im Sozialausschuss. Wie Lena Gründel, die sich in der Verwaltung um dieses Thema kümmert, mitteilte, hat es seit Januar keine neuen Zuweisungen von Flüchtlingen mehr gegeben, aktuell leben in der Gemeinde 146 Asylbewerber.

Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen kündigte an, dass man den jetzigen Wohncontainer am Hallenbad durch einen neuen ersetzen werde, der besser geeignet sei. "Mancher könnte fragen, ob das jetzt noch nötig sei, aber ich wäre mir nicht so sicher, dass keine Flüchtlinge mehr kommen." Sollten die neuen Container eines Tages überflüssig werden, werde man sie verkaufen.

Seit Februar kümmert sich Lydie Benninghofen vom Caritasverband Geldern-Kevelaer gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern vor Ort um die Flüchtlinge. Sie zog vor den Ausschussmitgliedern eine erste Bilanz ihrer Tätigkeit. Individuelle Beratung, Hilfe bei Behördenangelegenheiten, auch Begleitung bei bestimmten Terminen, dies alles gehöre zu der Betreuung. "Wir machen auch Hausbesuche", berichtete die Sozialarbeiterin. Noch sind allerdings Probleme zu lösen, beispielsweise gibt es für sechs Kinder im Kita-Alter zurzeit keine Betreuung. Weitere Aktivitäten der Flüchtlingsbetreuung sind die Vermittlung von Sprachkursen und die Hilfe bei der Anerkennung von Schul- und Berufszeugnissen.

Insgesamt habe es von Februar bis Mai mehr als 300 Beratungsgespräche des Fachdienstes für Integration und Migration gegeben, beraten wurden dabei 76 Personen. Zudem gab es in diesem Zeitraum auch mehr als 100 Kontakte zwischen der Beratungsstelle und Institutionen wie Vereinen, Behörden, Rechtsanwälten, Ärzten, Schulen, Kindergärten und Firmen. Die Ausschussmitglieder zeigten sich beeindruckt von der in wenigen Monaten geleistete Arbeit.

(s-g)
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