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Moers
Flüchtlingsfrauen beim Gesundheitstag

Moers. Anlässlich des dritten Frauengesundheitstages am 15. Juni sind Diskussionen und Workshops geplant. Von Jana Marquardt

"Frauengesundheit in Moers und der Welt" - so lautet das Motto des diesjährigen dritten Moerser Frauengesundheitstages. Aufgrund des aktuellen Zustroms von Flüchtlingen und der Frage nach deren gesundheitlicher Versorgung haben sich die Organisatorinnen dazu entschieden, den 15. Juni unter ein multikulturelles Thema zu stellen. Flüchtlingsfrauen aus Moers werden zu Gast sein. Den Kontakt vermittelten Sozialbetreuerinnen wie Suada Redzovic, die in der Unterkunft an der Xantener Straße arbeitet. Ziel der Veranstaltung ist es, durch gemeinsame Diskussionen und Workshops Frauen verschiedener Kulturen zusammenzubringen und ihnen einen Überblick über die gesundheitlichen Vorsorgemethoden zu geben.

Veranstalter des Tages, der Frauen zur aktiven Selbsthilfe in Gesundheitsfragen anleiten soll, sind neben der Moerser Knappschaft das St.-Josef-Krankenhaus, die Gleichstellungsstelle der Stadt Moers und erstmals auch das Bethanien-Krankenhaus. Ab 14 Uhr können Interessierte an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, bei der fünf Frauen unterschiedlicher Berufsgruppen über ihre Erfahrungen mit Flüchtlingsarbeit berichten. Fragen wie "Welche Leistungen erhalten Flüchtlinge von gesetzlichen Krankenkassen?" werden beantwortet. Im weiteren Programm gibt es Workshops zum Thema Brustkrebsvorsorge, Inkontinenz und Selbstbehauptung. Die Heilpraktikerin Beate Bänsch wird den Teilnehmenden internationale Musik als Entspannungsmethode näher bringen. Außerdem können die Besucher allgemeine Gesundheitsangebote wie einen Sehtest, eine Venendruckmessung, eine Ganganalyse oder eine Ernährungsberatung nutzen. Kaffee und Kuchen vom Café Heimelie runden das Angebot im Gebäude der Moerser Knappschaft auf der Knappschaftsstraße 1 ab. Am Abend wird Sängerin Anja Lerch die Teilnehmer zum Mitsingen internationaler und deutscher Lieder einzuladen. Die Abendveranstaltung findet ab 19.30 Uhr im St.-Josef-Krankenhaus statt.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gibt es beim dritten Frauengesundheitstag mehr Aktivangebote in Form von Workshops. "Dieses Jahr wollen wir den Frauen nicht nur etwas zur Vorsorge erzählen, sondern ihnen auch praktische Übungen und Tipps mit auf den Weg geben", sagt Karin Oeser, Leiterin für Markt und Vertrieb der Knappschaft Moers. Dazu werden Fachärztinnen aus den veranstaltenden Krankenhäusern den Teilnehmerinnen vermitteln, wie sie ihre Brust nach der MammaCare-Methode selbst abtasten können, um gefährliche Knoten frühzeitig zu erkennen. Zudem wird ein Beckenbodentraining angeboten, das gegen Inkontinenz hilft. Durch das Erlernen von Selbstbehauptungsübungen können die Teilnehmerinnen ihr Selbstbewusstsein stärken.

Quelle: RP
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