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Moers
Ford Lauff holt Kia nach Moers

Moers: Ford Lauff holt Kia nach Moers
Computer-Animation des neuen Ford-Lauff-Komplexes, wie er sich nach der Fertigstellung im kommenden Januar präsentieren soll. Ganz rechts das neue Kia-Zentrum. Nicht im Bild das Land Rover Haus neben den Kia-Verkaufsflächen. FOTO: privat
Moers. Im Zuge der begonnenen Umbauarbeiten wächst das Autohaus zum Flaggship-Store und wird zu einer der größten Ford-Niederlassungen in Deutschland. Von Jürgen Stock

1973 zog das Moerser Autohaus Lauff von der Landwehrstraße ins Gewerbegebiet am Schürmannshütt. Seit dieser Zeit hat sich nach außen nichts Wesentliches geändert. Doch seit einigen Wochen kündigen Sandhaufen vor dem Eingang zum Service-Empfang von anstehenden Änderungen. Das 1923 von Jakob Lauff als Schmiede gegründete Moerser Traditionsunternehmen wird von Grund auf umgekrempelt.

Neu hinzu kommt ein Verkaufsgebäude für Kia. "Fünf Jahre lang hat es in Moers keine Kia-Niederlassung mehr gegeben, da wurde es höchste Zeit", sagt Geschäftsführerein Susanne Lauff-Kirsten, die Enkelin des Firmengründers. Kia hatte sie nach Korea eingeladen, um sie dort durch die Werke führen zu lassen. "Es ist beeindruckend, wie präzise die Koreaner arbeiten", sagt sie. Dass die Asiaten mit ihrem Sportage andererseits zu den größten Konkurrenten etwa von Fords SUV Kuga gehören, stört sie nicht weiter: "Der Bessere möge gewinnen."

FOTO: Dieker, Klaus (kdi)

Wie schon bisher bei den Marken Volvo und Land Rover setzt Lauff auch mit der Hinzunahme von Kia auf die komplette Trennung der unterschiedlichen Marken. Das dürfte auch schon allein deshalb nötig sein, weil das Unternehmen künftig von den preiswerten Einstiegsmodellen im vierstelligen Eurobereich bis zum Landrover-Luxus-SUV ein breites Spektrum abdecken muss. Hinzu kommt das Geschäft mit der riesigen Palette an Transit-Modellen. Für diesen Kundenkreis sowie Wohnmobil-Besitzer baut Lauff Werkstatt-Arbeitsplätze mit extra großen Hebebühnen.

Die Kia-Modelle sollen auf 400 Quadratmeter Verkaufsfläche angeboten werden. Genau doppelt so groß ist der Zuwachs an Fläche für das Haupthaus von Lauff. Mit drei Millionen Gesamt-Investitionen, die u.a. Investor Ulrich Lauff in die Hand nimmt, wächst Ford in den elitären Kreis der Ford-Flaggship-Stores heran. Das sind derzeit nur 36 und sollen nach den Plänen des Konzerns auch nur 75 deutschlandweit werden. Bewerben kann man sich um dieses Güte-Siegel nicht: "Dafür wird man von Ford vorgeschlagen", sagt Lauff-Kirsten. Wer zur Ford-Elite gehört, darf dafür dann aber auch besonders attraktive Modelle wie den neuen Mustang präsentieren. Denen wird Lauff in Zukunft einen 1800 Quadratmeter großen Bereich bieten, ausgestattet mit teurem Lederpolster, Video-Wänden und Multi-Mediatischen.

Am spektakulärsten dürfte aber der Wandel der Außenfassade werden. Hier gönnt sich Ford Lauff eine riesige Panoramafront, die im Untergeschoss den Blick auf einen offenen im Obergeschoss auf den geschlossenen Pkw-Verkauf freigibt. Zu einem Hingucker, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, dürfte das riesige transparente und von hinten beleuchtete Ford-Logo sein, das sich über die gläserne Front hinziehen wird. Auch personell will Lauff sich verstärken. Sieben neue Mitarbeiter werden das Team auf 103 Mann verstärken.

Während des Umbaus soll es keine Einschränkungen im Verkauf und Service geben, auch wenn Teile des Ford-Service-Personals vorübergehend ins neue Kia-Gebäude ziehen müssen. Die Neueröffnung ist für Januar 2016 vorgesehen.

Quelle: RP
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