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Moers
Fragen um altes "Neues Rathaus"

Moers. Werle versichert, dass das Projekt trotz Terminproblemen nicht gefährdet ist. Von Jürgen Stock

Bei der Planung des ehemaligen Kreishauses an der Meerstraße sind erneut Irritationen aufgetaucht. Wie der Technische Dezernent Thorsten Kamp in nichtöffentlicher Sitzung des Planungsausschusses berichtete, kann Architekt Peter Werle einen Termin bis zum 21. März nicht einhalten. Er hat um Fristverlängerung bis Juni gebeten. Formell würde ohne diese Fristverlängerung der Vertrag der Stadt mit Werle platzen, da die Stadt ein Ausstiegsrecht bei Nichteinhaltung der Fristen hat. Dem Vernehmen nach kann Werle statische Prüfnachweise für die Tiefgarage nicht bis zum vereinbarten Termin erbringen. Zudem soll ein Antrag auf Erteilung eines Unterfahrrechtes noch nicht gestellt worden sein. Allerdings wird damit gerechnet, dass der Rat am kommenden Mittwoch mangels Alternativen diese Versäumnisse nicht zum Anlass nehmen wird, aus dem Vertrag auszusteigen.

Die Verwaltung hat die Mitglieder des Rates zudem darüber informiert, dass in Werles "Webag" gesellschaftsrechtliche Änderungen anstehen. Die Stadt besteht auf Klarheit über ihren Vertragspartner, da sie der "Webag" in einem Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erteilt hatte. Würde sie zulassen, dass eine andere Gesellschaft das Projekt realisiert, müsste sie mit Klagen von Unternehmen rechnen, die im Ausschreibungsverfahren unterlegen waren. Werle versicherte indes, dass das Projekt nicht gefährdet sei. "Es gibt geringfügige Terminüberschreitungen. Wir werden wie geplant im Sommer mit den Bauarbeiten beginnen", sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Die noch anstehenden rechtlichen Fragen würden bis spätestens Dienstag abschließend geklärt sein.

Quelle: RP
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