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Moers
Frauengesundheit als zentrales Thema

Moers: Frauengesundheit als zentrales Thema
Gestern konnten die Besucher des Frauengesundheitstages einige Übungen auch gleich selbst ausprobieren. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Zum zweiten Mal fand gestern in den Räumen der Knappschaft ein Frauengesundheitstag statt. Geboten wurde ein vielfältiges Programm. Von Eileen Winkendick

Kurz vor 14 Uhr füllte sich das Foyer der Knappschaft mit den Besuchern: Der zweite Frauengesundheitstag stand an. "Wir sind froh, dass wir die Erfolgsstory des 22. Mai letzten Jahres heute fortsetzen können", begrüßte Uwe Reissner, Leiter der Bezirksgeschäftsstelle, die Gäste. "Sie können ein umfangreiches Programm erwarten. Die Ziele der Krankenkasse, der Stadt und der anderen Partner, wie beispielsweise die beiden Moerser Krankenhäuser, sind die frauenspezifische Prävention und Gesundheitsförderung. Diesen Themen werden wir uns heute in den Vorträgen und Workshops widmen."

Nachdem der erste Frauengesundheitstag so gut aufgenommen wurde, stand für Karin Oeser, Leiterin im Bereich Markt und Vertrieb der Knappschaft, und ihre Kolleginnen eine Wiederholung fest: "Bereits letztes Jahr dachten wir schon: Das können wir auch nächstes Jahr machen. Wir hatten noch so viele Ideen." Die erste Neuerung kam gleich zu Beginn: Eröffnet wurde der Tag durch drei Gitarrenspieler der Musikschule. Kurz darauf verteilten sich die Besucher. Neben den Workshops und Vorträgen konnten sich die Frauen bei verschiedenen Informationsständen Beratung einholen und kostenlose Gesundheitsmessungen durchführen. Dazu zählte zum Beispiel ein Sehtest durch Optik Achterberg. Das Sanitätshaus Unterwagner bot eine Venendruckmessung und die Residenz Apotheke eine Blutdruck- und Blutzuckermessung an. Das Krankenhaus Bethanien war mit einer Untersuchungsmethode zur Selbstuntersuchung der Brust vertreten. "Im Schnitt sind drei von vier Knoten unauffällig", erklärte Silke König, medizinische Fachangestellte, "Einmal im Monat sollte man sich jedoch selbst abtasten. Wir zeigen den Frauen, wie das geht."

Der erste Vortrag wurde durch den Chefarzt der Frauenklinik des St.-Josef-Krankenhauses, Jens Pagels, eingeleitet. Seit 20 Jahren ist er bei der Geburtshilfe tätig. "Früher führten wir einen Kaiserschnitt durch, wenn gar nichts anderes mehr ging. Heute kommen die Frauen auf uns zu und fragen danach." So begann er seine Präsentation, die sich mit dem Thema "Kaiserschnitt auf Wunsch" befasste. Ausführlich stellte er Pro und Contra der natürlichen Geburt und des Kaiserschnittes dar und stieg im Anschluss in eine Diskussion ein. Anliegen wie Klänge, Bewegung und non-verbale Konfliktlösung kamen in den drei Workshops zu tragen. Die Referentin Astrid Klancisar beschäftigte sich außerdem mit Stressbewältigung und wie man selber zur Ruhe kommt.

Den Abschluss des Frauengesundheitstages bildete die Abendveranstaltung "Wer loslässt, hat beide Hände frei" mit der Lebenstrainerin Erna Hüls. Es ging es um Probleme von und Tipps für Frauen zwischen Beruf und Familie. Karin Oeser freute sich auf einen tollen Nachmittag mit ihren Gästen, die vom Café Heimelie mit Kaffee und Kuchen versorgt wurden: "Auch ein Partner, der uns Frauen aus dem Herzen spricht", erzählte sie mit einem Lachen: "Es wird ganz bestimmt einen Frauengesundheitstag 2016 geben."

Quelle: RP
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