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Moers
Fulminantes Finale der Sommermusik

Moers: Fulminantes Finale der Sommermusik
Mit einem großartigen Konzert ging die Sommermusik Xanten zu Ende. Albert Hammond begeisterte mit seinen Liedern das Publikum. Dem Weltstar, merkte man deutlich an, dass er einfach gerne auf der Bühne steht und Musik macht. Nach der letzten Zugabe gab es noch ein Feuerwerk. FOTO: Armin Fischer
Moers. Mit Weltstar Albert Hammond und Feuerwerk verabschiedet sich das Festival. Veranstalter Günter vom Dorp: "Wir kommen wieder." Von Heidrun Jasper

Die zweite Auflage der Sommermusik im Ostwallpark wird nicht die letzte gewesen sein: "Wir kommen gerne wieder", bilanziert der künstlerische Leiter Günter vom Dorp die sechs Konzertabende, die mit der Queen Revival Band begannen und mit dem Singer-Songwriter Albert Hammond plus Feuerwerk fulminant zu Ende gingen. Es sind nicht nur die deutlich gestiegenen Zuschauerzahlen (knapp 5000 auf alle Tage verteilt), die vom Dorp von der "voilà promotion"-Gesellschaft gestern positiv resümierte; auch der Mix aus Pop, Klassik, Swing und Soulmusik sei beim Publikum sehr gut angekommen.

Das Oktoberfest erfahrene Team des Freizeitzentrums hatte die Bewirtung übernommen, lange Schlangen gab es an der Getränketheke nicht. Das ein oder andere, so vom Dorp, müsse vielleicht noch verfeinert werden, aber: "Wir glauben, dass wir mit der Sommermusik eine Marke gesetzt haben. Im Juli nächsten Jahres sind wir wieder hier", versprach er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Gewinner der RP-Aktion (v. li.) Heike und Rainer Koch, Gabriele und Manfred Fischer, Brigitte und Peter Ripkens sowie Petra und Jannik Wittmann hinter den Kulissen mit Albert Hammond. FOTO: Armin Fischer

Und wenn dann wieder Albert Hammond dabei sein sollte: Umso besser! Das Publikum war begeistert von dem recht zierlichen, aber absolut durchtrainierten Mann, der unzählige Welthits für namhafte Künstler wie Joe Cocker, Tina Turner, The Hollies, Art Garfunkel, Leo Sayer geschrieben hat. Auch das legendäre "One Moment in Time" von Whitney Houston stammt aus der Feder des Briten mit spanischen Wurzeln, der seit mehr als 40 Jahren im Musikgeschäft ist und 2015 zum ersten Mal mit einem Songbook seiner Lieder auf Tournee gegangen ist.

Und er hat bei der Sommermusik eine eindrucksvolle Visitenkarte hinterlassen, auch bei den Gewinnern der Freikarten, die die Rheinische Post mit Enni und Volksbank Niederrhein verlost hatte. Gabriele und Manfred Fischer, Brigitte und Peter Ripkens, Heike und Raimund Koch sowie Petra und Jannick Wittmann durften vor dem Konzert zehn Minuten lang mit Albert Hammond sprechen. Wie viel Auftritte er im Leben schon hatte, könne er nicht mehr zählen. Augenzwinkerndes "Yes", ob er denn nervös sei vor seinen Konzerten. Und dafür, dass es nicht nur in California never rains, hatte RP-Leser Manfred Fischer gesorgt: Er habe, so versicherte er dem sympathischen Musiker, ein Fax nach oben geschickt - "Mail kennen die da noch nicht".

Mit Balladen über das Leben, die Freiheit, die Jugend und das Alter katapultierte Alber Hammond die Zuhörer vor allem in die 70er Jahre, erzählte vor den einzelnen Stücken in verständlichem Englisch, wie sie entstanden sind. Zum Beispiel das Lied über Rebecca, die er, damals 22 Jahre, 1973 in einem Playboy-Club in Missouri gesehen hat. Sie sei damals vielleicht 18 oder 19 gewesen, so Hammond, eine wunderschöne junge Frau. Und immer, wenn er das Lied singe, denke er an Rebecca, die heute etwa 70 sein müsste. "Ich wüsste gerne, wie sie heute aussieht - mit Sicherheit immer noch beautiful", schwärmte der Weltstar, dem man anmerkte, dass er gerne Musik macht. Ein Künstler, der auch die Zaungäste vor dem Festival-Gelände freundlich begrüßte. Der mit seinen 72 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört, die Lederjacke an den Mikroständer hängt, sich das Mikro schnappt, locker die Seitentreppe an der Bühne 'runter läuft. "I wanna see my audience", läuft er durch die Zuschauerreihen, schüttelt Hände, umarmt eine Dame und singt ein Lied, das er für Diana Ross geschrieben hat. "Thank you very much. God bless you": Dass Hammond nach zwei Stunden die Bühne verlässt, ohne seinen Welthit "Free Electric Band" gesungen zu haben, das ging gar nicht: Zugaben forderte das Publikum ein, fünf waren es. Und alle sangen mit: "Just give me bread and water and a guitar in my hand. Cause all I need is music and a free electric band".

Quelle: RP
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