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Moers
Gemeinde kauft Pastoratstraße Nummer 6

Moers: Gemeinde kauft Pastoratstraße Nummer 6
Um Herr des Verfahrens zu sein, wird die Verwaltung dieses Grundstück erwerben. FOTO: Dieker
Moers. Die Gemeinde Rheurdt will das Grundstück Pastoratstraße 6 in Schaephuysen erwerben, um bei der Dorfentwicklung weiter zu kommen. Derzeit gehört die Fläche der GWS Wohnungsgenossenschaft aus Geldern. Diese hatte angekündigt, barrierefreie Miet- und Eigentumswohnungen zu errichten. Die Planung des Architekturbüros Schroers wurde durch die Politik jedoch abgelehnt.

Es habe nun neue Gespräche mit den Beteiligten gegeben, teilt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen mit. "Wir erstellen jetzt einen Vorentwurf für einen Kaufvertrag. Dann wären wir als Gemeinde wieder frei, um selbst mit Bauherren Gespräche zu führen."

Gemeinsam mit der GWS hatte die Verwaltung ein neues barrierefreies Hausensemble im Kern der Ortschaft geplant, eine Investition in die Zukunft Schaephuysens auch in Zeiten des demografischen Wandels. 20 bis 25 Wohneinheiten sollten entstehen, so der ursprüngliche Plan. Die GWS hatte mit dem Architekten Lars Schroers im Februar des vergangenen Jahres die Entwürfe für ein dreigeschossiges Gebäude im Ausschuss für Gemeindeentwicklung vorgestellt. Interessenten gebe es genug, versicherte damals GWS-Geschäftsführer Paul Düllings. Es handle sich vor allem um junge Senioren, die noch in Einfamilienhäusern lebten, die ihnen aber mittlerweile zu groß geworden seien.

Die Politik reagierte mit Unwillen. Die Pläne des Architekturbüros für diesen "sensiblen Bereich" (Kleinenkuhnen) im Ortskern stießen bei den Fraktionen nach der Präsentation auf Skepsis und Ablehnung. Zu klotzig, einfach nicht passend für Schaephusen, fanden viele die Entwürfe. Immerhin ist eine Stärke des Dorfes am Höhenzug das harmonisches Ortsbild. Daher dürfte die Politik über die neue Entwicklung erleichtert sein.

"Der Knackpunkt war tatsächlich die Wohnanlage", stellt der Bürgermeister fest. "Die Pläne fügten sich nicht ein in diesen Bereich des Dorfes." Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass die GWS Wohnungsgenossenschaft dennoch noch dort bauen wird, dann allerdings müsste sie das Grundstück von der Gemeinde zurückkaufen. So oder so ist die Verwaltung nun Herr des Verfahrens. "Gut ist, dass nun wieder Bewegung in das Verfahren kommt", resümiert Kleinenkuhnen.

(s-g)
 
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