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Moers
Gemeinde sieht Fusion als Chance

Moers. Acht Jahre nach dem Zusammenschluss von St. Bonifatius Asberg und St. Ludger Kapellen zur St.-Josef-Gemeinde floriert das kirchliche Leben. Der Gedanke "Einheit in Vielfalt" ist ein besonderes Anliegen. Von Hedi Meinecke

Die katholische Großgemeinde St. Josef ist das Ergebnis einer Fusion aus dem Jahr 2008. Zu ihr gehören St. Bonifatius Asberg und St. Ludger Kapellen. Die Verantwortlichen in den drei Gemeinden sahen und sehen den Zusammenschluss, die die Kirchenlandschaft dramatisch verändert hat, auch als Chance - für eine neue, anders geartete, aber lebendige Kirche.

Das Engagement der Mitglieder ebenso wie das der zahlreichen Ehrenamtlichen über viele Jahre hinweg, die enorme Vielfalt der Aktivitäten, die Fülle der Angebote seien ein Beweis mehr für das erfolgreiche Gelingen der Zusammenführung - davon ist Sascha Lang, Sprecher des Bonifatiusrates, überzeugt. Das gemeinsame Handeln und die gemeinsame Verantwortung für eine gute Sache forciere und stärke das Gefühl der geistig-religiösen Zusammengehörigkeit, betont er. "Eine Gemeinde lebt mit und von den Menschen, die sich hier einbringen, hier ihre Heimat finden und der Kirche ein Gesicht geben."

"Die Struktur der Pfarrei St. Josef aber sollte erhalten bleiben, damit wir immer stärker zu einer Einheit zusammenwachsen und uns bewusst als Teil einer großen Gemeinschaft begreifen", so Lang. Der Gedanke "Einheit in Vielfalt" sei ein besonderes Anliegen der Großgemeinde. Er spricht von verschiedenen Gremien, von Sachausschüssen für Liturgie, Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit, in denen Projekte geplant werden, die für die drei Gemeindebezirke relevant sind. Hier nennt er den vom Liturgieausschuss beschlossene Gottesdienst zum Thema "Barmherzigkeit" am jeweils letzten Sonntag im Monat. Er soll erinnern an den von Papst Franziskus ausgerufenen "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit".

Für St. Bonifatius wurde darüber hinaus ein monatlicher "Kirchenkaffee" ins Leben gerufen: Am jeweils letzten Sonntag im Monat im Anschluss an die Messe um 10.30 Uhr. Bei Keksen und Kaffee oder Tee sind alle eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Diese schöne Geste wiederholt sich auch in St. Ludger - sie wird von der KAB und der Seniorengemeinschaft ausgerichtet. Aktiv in allen Gemeinden sind auch die Caritas, die Frauengemeinschaft kfd, die Messdiener- und Seniorengemeinschaft.

In St. Josef hingegen engagiert sich neben einer aktiven Pfadfindergruppe eine junge katholische Gemeinde. Und in Asberg probt regelmäßig das "Ensemble Saitensprung" - eine Instrumentalgruppe, die in erster Linie Jugendgottesdienste musikalisch begleitet. Um die zahlreichen Arbeitsfelder in den Griff zu bekommen und den "Aktiven vor Ort" eine Stimme zu geben, hat der Pfarreirat - seit 2013 Nachfolgegremium des Pfarrgemeinderates - noch so genannte Bezirksräte eingerichtet. "Sie gelten als Bindeglied zwischen den Gremien der Gesamtpfarrei und den Akteuren in den einzelnen Bezirken", erläutert Lang die Richtlinien. Ihre Zusammenkünfte dienen nach seinen Informationen dann als Plattform für Themen, die die Mitglieder vor Ort bewegen.

Für die Koordination des facettenreichen Gemeindelebens ist in erster Linie der Pfarreirat zuständig - der Kirchenvorstand trägt die Verantwortung für die finanziellen Belange. Beide Gremien zusammen umfassen nur 26 Mitglieder - zehn im Pfarreirat, 16 im Kirchenvorstand. Da es ihnen nicht möglich ist, alle Bereiche zu überblicken, wurden zudem noch Ausschüsse gebildet, zu deren Sitzungen alle interessierten Mitglieder der Gemeinde eingeladen sind.

Quelle: RP
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