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Moers
"Generation" fordert Festivalhalle heraus

Moers: "Generation" fordert Festivalhalle heraus
Mike Bengel (links) und Ulf Pfeiffer (rechts) in der Food Generation, der ehemaligen Sportsbar. FOTO: Christoph Reichwein
Moers. Am 18. Dezember soll die offizielle Eröffnungsparty für den Nachfolger des insolventen PM steigen. Von Jürgen Stock

Mike Bengel (49) ist ein Mann, der zupacken kann. Der Vorsitzende des Schaustellervereins in Duisburg, dessen Familie im Pommes-Frittieren ebenso zuhause ist wie in der Zubereitung von Schoko-Bananen oder Nutella Crêpes, will das insolvent gegangene PM als Event-Location "Generation" gemeinsam mit seinem Partner Ulf Pfeiffer wieder mit neuen Fans füllen. Am Herzstück des Komplexes in der ehemaligen Schachtanlage IV hat sich bis auf eine weihnachtliche Wand von Christbaumkugeln wenig geändert. In der dortigen Sportsbar ist heute Abend, wie schon zu Zeiten des PM-Gründers Ulli Weber, Champions League angesagt.

"Aber wir können uns auch andere Sportarten vorstellen", sagt Bengel. Wenn es entsprechende Gästewünsche gebe, wolle man einzelne Bereiche mit den Spezialwünschen bespielen.

Ein anderes Konzept verfolgt Bengel in den Disco-Sälen des "Generation". Während Weber ganz auf die Generation Ü-30 setzte, will Bengel alle jenseits der 18 gewinnen. Das an die ehemalige Sportsbar, die jetzt Food Generation heißt, grenzende Alpha Generation soll jeden Freitag und Samstag sowie an Werktagen vor Feiertagen Tanzfreudige zu neuen und alten Charthits locken. In der Dance Generation sollen nur an Samstagen und vor Feiertagen Partyhits laufen, Discofox eingeschlossen.

Für den Eröffnungsfreitag wurden Finger & Kadel verpflichtet. Am Samstag darauf gibt sich dann Sean Finn die Ehre.

Mit einem Bereich, in dem sich jetzt noch Getränkekisten stapeln, hat Bengel besonderes vor. Der Saal am entgegengesetzten Ende der Food-Generation soll zu einem Veranstaltungsort ausgebaut werden, der bis zu 600 Gäste fassen kann. "Damit wollen wir der Enni Konkurrenz machen", sagt Bengel. Er bezieht sich dabei auf die "Festivalhalle", für die es ebenfalls Pläne gibt, sie als Multifunktionshalle zu nutzen. Bengel will die Halle zum Beispiel an Firmen vermieten oder für Hochzeiten zur Verfügung stellen. Aber er hat dabei auch Karnevalsvereine im Visier, für die die Festivalhalle bislang zu teuer ist. Das Generation will es für die Vereine günstiger machen: "Die nehmen den Eintritt und zahlen die Technik, wir verdienen an Getränken und Catering", sagt Bengel.

Bengel und Pfeiffer haben einen Teil des ehemaligen PM-Personals übernommen. Viele hätten allerdings schon gekündigt, als die Nachricht von der Insolvenz die Runde machte. Heute sollen erste Gespräche mit neuen Kräften geführt werden. Der neue Chef hat keine Angst davor, dass die Belegschaft künftigen Großereignissen, wie etwa der Fußball-EM im kommenden Jahr nicht gewachsen sein könnte: "Wenn ich bei mir in der Familie rundrufe, sind eine Stunde später zehn bis 15 Leute da", sagt Bengel. Und eines ist für den neuen Chef auch klar: "Selbstverständlich werde ich auch hinter der Theke stehen und Bier zapfen."

Quelle: RP
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