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Moers
Gericht spricht Rettungsfahrer frei

Moers. Richter glauben nicht, dass er gegen Auto getreten und Mann beleidigt hat. Von Birgit Lameyer

Der Fahrer eines Notarztwagens musste sich jetzt wegen Sachbeschädigung und Beleidigung während eines Einsatzes in Moers vor Gericht verantworten. Der Fahrer eines BMW hatte Anzeige erstattet, weil der 50-jährige Rheinberger gegen seinen Wagen getreten und ihn übel beleidigt haben sollte. Der Grund: Er stand während eines Einsatzes im Weg. Das Gericht stellte das Verfahren nun allerdings ohne Auflagen ein.

Der Rheinberger hatte den Vorfall aus seiner Sicht geschildert. Der 50-Jährige arbeite ehrenamtlich als Fahrer und bringe Notärzte zu Unfallstellen, sagte er vor Gericht. So auch an dem Tag im Dezember 2014. In Moers hatte es den Verdacht auf Gasaustritt in einem Haus auf der Donaustraße gegeben. Die Straße war von mehreren Rettungswagen blockiert. Der BMW habe im Weg gestanden und die Zufahrt versperrt, sagte der 50-Jährige. Er sei ausgestiegen und zum Haus gelaufen. Dabei sei er wohl versehentlich mit dem Fuß gegen den Wagen gestoßen.

Es sei ein stressiger Einsatz gewesen und es tue ihm leid, wenn er dadurch einen Schaden verursachte, sagte der Rheinberger. Der Fahrer habe prompt reagiert und ihn als "fettes Schwein" beleidigt. Davon habe er sich nicht beirren lassen und erst einmal nach Verletzten am Einsatzort gesehen. Er habe auch überhaupt nicht in Erwägung gezogen, dass durch seinen versehentlichen Tritt ein Schaden am Fahrzeug entstanden sein könnte. Der mutmaßliche Geschädigte hatte daraufhin Anzeige erstattet und eine Schadensmeldung eingereicht.

Der Richter besah sich die Fotos und das Gutachten genau und folgerte: "Diese Beschädigungen sind mit Sicherheit nicht durch Bein oder Schuh verursacht worden." Dem schloss sich der Vertreter der Staatsanwaltschaft an: "Das kommt mit Sicherheit nicht hin, das ist mir auch klar", sagte er.

Quelle: RP
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