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Prozess in Moers
Gericht verurteilt Autofahrer nach tödlichem Unfall

Prozess in Moers: Gericht verurteilt Autofahrer nach tödlichem Unfall
Die Unfallstelle an der Holderberger Straße (L 9) im Dezember 2014. FOTO: crei (archiv)
Moers. Das Moerser Amtsgericht hat jetzt einen Mann zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Mann am 10. Dezember 2014 zwischen Holderberg und Vennikel eine 15 Jahre alte Radfahrerin überfahren.

Die junge Frau aus Vennikel war bereits zuvor von einem anderen Autofahrer erfasst und zu Boden geschleudert worden. Sie erlag ihren schweren Verletzungen. 

Die Holderberger Straße ist in Höhe des Lauersforter Waldwegs radweglos und unbeleuchtet. Dort durfte man damals 100 km/h fahren. Der Autofahrer, Jahrgang 1940, ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden – allerdings unter Vorbehalt. Wenn er nun ein Jahr lang nicht straffällig wird, braucht er die 80 Tagessätze á 30 Euro nicht zu bezahlen. Gegen den Autofahrer, der die 15-Jährige erfasst hatte, wurde laut Gericht keine Anklage erhoben.

Später wurde an der Holderberger Straße im Bereich der Unfallstelle Tempo 70 vorgeschrieben. Eine Bürgerinitiative setzte sich zudem für den Bau eines Radwegs ein. Er soll in Form eines "Bürgerradwegs" mithilfe von Fördergeldern des Landes entstehen.

Wie die Stadt Montag mitteilte, laufen derzeit noch Verhandlungen mit Eigentümern der Grundstücke entlang der Straße. Wann der Bürgerradweg gebaut wird, stehe nicht fest. Im aktuellen Bürgerradweg-Programm des Landes ist das Moerser Vorhaben noch nicht berücksichtigt.

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