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Rheurdt/Issum
Gerüchte um Giftköder am Oermter Berg sorgen für Aufregung

Rheurdt/Issum. Für Aufregung unter Hundefreunden in Rheurdt und Umgebung hat eine Nachricht auf Facebook gesorgt: Im Bereich des Oermter Berges seien Giftköder und Fleischbällchen mit Rasierklingen gefunden worden, offenbar das Werk eines Hundehassers. Zum Glück seien einige von Mitarbeitern der Einrichtung Haus Freudenberg "schon gefunden und entsorgt" worden. In den Kommentaren zu diesem Post drückten viele Bürger ihre Wut über die angebliche Tat aus, bis hin zum Wunsch, dem Täter seine eigenen Fleischbällchen zu verabreichen.

Die Empörung dürfte allerdings verfrüht gewesen sein. Nach Recherche unserer Zeitung handelt es sich bei dem Anschlag auf die Vierbeiner um ein Gerücht. Weder die Kreis Klever Polizei noch die Gemeindeverwaltung konnten den Vorfall bestätigen.

Auch von einer "Entsorgung" der Köder durch das Haus Freudenberg kann keine Rede sein. Gruppenleiter Franz Pellender stellte gestern klar: "Niemand hat uns darauf angesprochen, und wir haben auch nichts entfernt".

Tatsächlich sind Berichte über Giftköder oder ähnlichen Gemeinheiten gegenüber Tieren meist schwer auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Das weiß Michael Ermers, Sprecher der Kreis Klever Polizei: "Wir hatten vor einigen Monaten einen Fall in Goch, in dem es um Giftköder ging. Tatsächlich ist ein Hund eingegangen, aber es war medizinisch nicht zu klären, ob es Gift war oder eine schon existierende Krankheit."

Nicht nur auf sozialen Netzwerken wie Facebook machten Berichte über Giftköder rasch die Runde, es gibt auch spezielle Internetseiten, die Halter warnen. Völlig unbegründet ist deren Sorge nicht: So waren im vergangenen Jahr in Geldern Köder mit Teppichmesserklingen entdeckt worden.

Auf einer Facebookseite aus Sevelen wurde mittlerweile von einer Nutzerin Entwarnung gegeben. Was eine andere Bürgerin zu der Erkenntnis bewog: "Du hast natürlich Recht, immer erstmal nachfragen."

(s-g)
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