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Moers
Gift gegen die Eichenprozessionsspinner

Moers: Gift gegen die Eichenprozessionsspinner
Die Enni geht in Moers gegen den Eichenprozessionsspinner vor. FOTO: Shutterstock.com/ Dennis van de Water
Moers. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners kann für Menschen eine Gefahr darstellen. Der Kontakt verursacht heftige Juckreizungen und Hautentzündungen. Deshalb wird der Energieversorger Enni auch in diesem Jahr aktiv.

Ab sofort besprüht sie zusammen mit einer Spezialfirma rund 2900 Eichen im Stadtgebiet mit einem Biozid mit Margosa-Extrakt. Dieses natürliche Extrakt aus dem Neemsamen mit dem Wirkstoff NeemAzal wird seit Jahren im ökologischen Landbau eingesetzt. Das Mittel greift in das Häutungssystem der Raupe ein und stoppt die weitere Entwicklung. "Für den Einsatz muss das Wetter ideal sein. Es sollte warm und trocken sein. Andersfalls müssen wir die Einsatztage noch einmal verschieben", sagt Experte Harry Schneider und hofft, die Aktion in drei Tagen abschließen zu können.

Die Arbeiten begannen im Schloss- und Freizeitpark, in der Innenstadt und Vinn. Heute sind die Eichen in den Stadtteilen Hülsdonk, Utfort und Repelen an der Reihe. Am Mittwoch ist die Spezialfirma in Kapellen, Vennikel, Holderberg, Schwafheim, Asberg, Meerbeck und Lohmannsheide aktiv. "Die Einsätze dauern jeweils nur wenige Minuten", erklärt Schneider. Die Fachleute sprühen das Mittel mit Hilfe eines Gebläses bis zu 30 Meter hoch in die befallenen Baumkronen. "Dann werden die Raupen die frischen Blätter fressen, und innerhalb von zwei bis sieben Tagen absterben", erklärt Schneider.

Wie gut das Mittel, das für Menschen und Tiere völlig ungefährlich ist, gegen die Raupen wirkt, zeigte sich in den vergangenen Jahren. "In den Vorjahren mussten wir kein einziges Nest nachbehandeln", sagt Schneider. Die Raupe des Nachtfalters befällt ausschließlich Eichen, ist stark behaart und bildet nach der zweiten Häutung besondere Haare. An ihnen befinden sich kleine Widerhaken, die das Nesselgift Thaumetoporin enthalten. Kommt ein Mensch damit in Berührung, kann es nach wenigen Stunden zu allergischen Reaktionen wie Fieber, Hautirritationen, einem allgemeinen Krankheitsgefühl oder einer Bindehautentzündung kommen. "Wer solche Symptome hat, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen", rät Schneider.

Quelle: RP
 
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