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Moers
Giulio Alvise Caselli singt die "Lieder eines fahrenden Gesellen"

Moers. Erstaufführung in der Stadtkirche: Mahlers Liederzyklus in einer besonderen Orchesterfassung.

Die Liederzyklen "Lieder eines fahrenden Gesellen" von Gustav Mahler und die "Mignon" Lieder von Hugo Wolf werden am Sonntag, 5. März, 17 Uhr, in einer besonderen Orchesterfassung für Akkordeon, Klarinette und Violoncello im Rahmen der "Five o'clock"-Konzerte in der Moerser Stadtkirche zum ersten Mal aufgeführt. Das Arrangement stammt von den Komponisten Henning Hagedorn und Mathias Grimminger, Soloklarinettist bei den Dortmunder Philharmonikern. Die Leitung hat Marko Kassl, Dozent für Akkordeon am Konservatorium von Amsterdam und an der Hochschule für Musik Detmold, die Klarinette wir von Robert Beck, Dozent an der Hochschule für Musik Bremen gespielt und am Violoncello sitzt Sonja Asselhofen. Für die "Lieder eines fahrenden Gesellen" kommt der Bassbariton Giulio Alvise Caselli nach Moers.

Am vergangenen Sonntag hatte das Ensemble in einer Einführungsmatinee im Rittersaal des Schlosses einen spannenden Einblick in die Proben. Kurator Konrad Göke, der wie bei der Erstaufführung durch das Programm führen wird, kennt Giulio Alvise Caselli aus der gemeinsamen Bühnenarbeit. Giulio Alvise Caselli war Gökes Marcello in seiner Inszenierung von Puccinis "La Bohème". Giulio Alvise Caselli steht zurzeit in Zimmermanns Oper "Die weiße Rose" als Hans Scholl auf der Augsburger Bühne. Giulio Alvise Caselli hat unter anderem in Salzburg, Modena, Montepulciano, am Berliner Konzerthaus, beim Rheingau Musik Festival gesungen. Bei der Biennale in Venedig hat er die Titelpartie in Mozarts Don Giovanni gesungen, eine Aufführung, die vom italienischen Fernsehsender RAI 3 ausgestrahlt wurde. Für die "Mignon Lieder" kommt die junge Sopranistin Stelle-Louise Göke, die ihrer Heimatstadt immer wieder die Treue hält.

Stella-Louise Göke hat ihr Gesangsstudium am ArtEZ Konservatorium 2014 als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Eine rege Konzerttätigkeit führte die junge Sängerin zum Jahreswechsels bereits durch Spanien und Portugal, im Sommer folgt eine Tournee durch Skandinavien, im Herbst geht es über den Atlantik in die Vereinigte Staaten und nach Japan.

Noch zwei Herren bringt Konrad Göke am Sonntag mit in die Stadtkirche - nicht leibhaftig, aber in Wortbeiträgen, Gustav von Aschenbach aus dem "Tode in Venedig" von Thomas Mann und den Dichterfürsten Goethe. Gustav von Aschenbach verliebt sich unsterblich in den vielleicht 17-jährigen Tadziu, für ihn der Inbegriff vollkommener Schönheit. Goethe lässt mit 79 seinen Dienstherrn, den auch schon 66 jährigen, Herzog Karl-August von Sachsen-Weimar und Eisenach um die Hand der gerade erst 19-jährigen Ulrike von Levetzow anhalten.

(aka)
 
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