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Rheurdt
Glasfaser für den Rheurdter Norden

Rheurdt: Glasfaser für den Rheurdter Norden
FOTO: Berns Lothar
Rheurdt. Jetzt steht fest: Das schnelle Internet kommt. Die Deutsche Glasfaser plant die Erweiterung ihres Netzes von Oermten bis Rheurdt. Von Josef Pogorzalek

Wer im Rheurdter Norden wohnt und auf ein schnelles Internet Wert legt, darf sich freuen: Jetzt steht fest, dass die Deutsche Glasfaser ihr Netz von Oermten aus bis nach Rheurdt weiterbaut. Ein Jahr lang hat das Unternehmen in Rheurdt und Schaephuysen für das Breitbandnetz geworben, doch das Interesse war mäßig. 40 Prozent der Haushalte hätten ihr Interesse an einem Vertrag bekunden müssen, andernfalls lohnt sich der Netzausbau für die Deutsche Glasfaser nicht. Doch die Marge wurde in Rheurdt und Schaephuysen nicht erreicht. Dem Rheurdter Norden hatte die Deutsche Glasfaser jedoch eine weitere Chance eingeräumt, denn lediglich 40 interessierte Haushalte fehlten dort im Mai noch, um die Zahl von insgesamt 600 nötigen zu erreichen.

Die Werbung des Unternehmens, das im Juni zum Beispiel mit einem Stand auf der "Rheurdter Meile" vertreten war, führte zum Erfolg. "Zahlreiche Bürger nutzen noch die Gelegenheit und schlossen einen Glasfaseranschluss ab", teilte die Deutsche Glasfaser gestern mit. "Wie bereits zahlreiche Orte im Kreis Kleve bekommt nun auch Rheurdt das Glasfasernetz. Wenn auch nur in Rheurdt Nord, aber der Anfang ist gemacht", sagte Dietmar Rotering, Projektleiter der Unternehmensgruppe.

"Die Anstrengungen und die Beharrlichkeit haben sich gelohnt", freute sich auch Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Hilfreich sei auch das Engagement interessierter Bürger gewesen. So habe Kevin Scholz, Anwohner der Straße Niederend, viel Freizeit geopfert, um Nachbarn die Technik und Tarife persönlich zu erläutern.

Wann genau die Glasfaserkabel den Rheurdter Norden erreichen werden, steht noch nicht fest. Zunächst beginnt für Deutsche Glasfaser die Planungsphase der Tiefbauarbeiten. "In den nächsten Wochen werden wir festlegen, wo der PoP aufgestellt und wie der Tiefbau ablaufen wird", sagte Rotering. PoP steht für "Point of Presence" und bezeichnet die Hauptverteilstation des Netzes. Von dort aus werden die einzelnen Glasfasern in die Haushalte verlegt. Das Aufstellen des PoP sei das erste sichtbare Zeichen des Ausbaus. Im Anschluss daran werde ein Generalunternehmen mit dem Tiefbau beginnen.

Wie Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen sagte, werde in etwas das Gebiet zwischen Oermter Berg und der Kirche in Rheurdt von dem Glasfaserausbau profitieren. Die Deutsche Glasfaser bietet Leistungen von bis zu 500 Mbit/s im Up- und Download, ein (allerdings über 100 Euro pro Monat teurer) verspricht sogar 1000 Mbit/s im Download. Rheurdter, die wissen möchten, ob sie im Ausbaugebiet wohnen und welcher Tarif für sie infrage kommt, können im Internet ihre Adresse eingeben und die Verfügbarkeit prüfen:

www.deutsche-glasfaser.de

Quelle: RP
 
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