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Rheurdt
Glasfaser-Schäden: Rheurdter gibt der Gemeinde Mitschuld

Rheurdt. Die Pannen bei den Bauarbeiten der Deutschen Glasfaser in der Gemeinde Rheurdt sorgen bei Bürgern wie Kai Schmitz für Ärger. Er hat dem Bürgermeister nun einen Brief geschrieben, in dem er sich über die Haltung der Gemeinde beklagt. "Es ist unfassbar in wie kurzer Zeit es die Deutsche Glasfaser geschafft hat alle Befürchtungen bezüglich der Tiefbauarbeiten zu bestätigen. Angesichts von zu Dumpinglöhnen angeheuerten Dienstleistern kann das auch niemanden ernsthaft überraschen", schreibt Schmitz.

Die Tiefbauarbeiten hatten in den vergangenen Wochen unter anderem ein Gasleck an der Kirchstraße ausgelöst, woraufhin die umliegenden Bewohner für einige Zeit in die Grundschule Rheurdt evakuiert wurden. Auch Schäden bei der Straßenbeleuchtung habe es gegeben, räumte die Gemeinde jüngst ein. Nun beschweren sich Anwohner in Schaephuysen, vor allem im Bereich der Lindenstraße, über tote Telefone und Internetleitungen. Eine Nachfrage bei der Deutschen Glasfaser ergab, dass das Unternehmen für diese Schäden seine Verantwortung nicht bestätigen kann.

Kai Schmitz hatte bei der Erhebung der Deutschen Glasfaser kein Interesse an einem Anschluss gezeigt, wie er schreibt. Umso ärgerlicher findet er es, dass er nun unter den Folgen der Bauarbeiten zu leiden hat. Er habe sich bewusst gegen die diese Firma "aufgrund der schlechten Erfahrungen in anderen Gemeinden" entschieden. Schmitz wirft Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen vor, dass er massiv Werbung für das Unternehmen gemacht und alle Bedenken "weggewischt" habe.

Klaus Kleinenkuhnen erklärte gestern dazu: "Ob die Deutsche Glasfaser in Schaephuysen der Verursacher ist, steht ja nicht fest." Zudem seien deren Bautrupps beispielsweise auf die Leitungspläne von Energieversorgern angewiesen, die offenbar nicht immer genau seien. Dass er sich für den Glasfaserausbau eingesetzt hat, bereue er nicht: Rheurdt dürfe diese Entwicklung nicht verschlafen.

(s-g)
 
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