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Moers
Graben soll Kohlenhucker Weg vor Überflutung schützen

Moers. Die Stadt will dafür sorgen, dass der Kohlenhucker Weg nach Regenfällen nicht mehr überflutet wird - zumindest soll dies künftig viel seltener passieren als bisher. Ein Landwirt, von dessen Acker das Niederschlagswasser auf die Straße läuft, soll einen Graben ausheben, in dem das Wasser versickern kann. Schon 2013 habe man den Landwirt veranlasst, den Graben zu ziehen. Danach habe sich die Situation verbessert. Aber bereits 2014 sei der Graben weitgehend zugewachsen. "Wir haben es versäumt, den Landwirt zu verpflichten, den Graben dauerhaft versickerungsfähig zu halten", räumte gestern Nadine Beinemann vom Fachdienst Verkehrsplanung der Stadt ein. "Das holen wir jetzt nach."

Wie gestern berichtet, stand der Kohlenhucker Weg nach den Schneefällen am Anfang der Woche auf 150 Metern Länge unter Wasser. Ein Anwohner hatte kritisiert, dass dies schon seit Jahren vorkomme und die Stadt nichts unternehme.

Wie Beinemann gestern erklärte, handelt es sich beim besagten Acker um eine ehemalige Auskiesungsfläche. Das Gelände wurde nach der Auskiesung verfüllt, dabei wurde vermutlich eine Bodenschicht eingearbeitet, durch die das Wasser nicht versickern kann - stattdessen läuft es auf den tiefer gelegenen Kohlenhucker Weg. Der Kreis habe die verfüllte Fläche abgenommen, der Landwirt habe sie im guten Glauben erworben, ihm sei kein Vorwurf zu machen. Dennoch müsse er dafür sorgen, das das Wasser von seinem Land nicht auf andere Flächen läuft.

Die Erneuerung des Grabens werde allerdings nicht jede Überflutung der Straße verhindern, sagte Nadine Beinemann. Bei Starkregen reiche der Graben nicht aus. So gebe es auch Überlegungen, den Kohlenhucker Weg höher zu legen - was allerdings mit hohen Kosten verbunden wäre. Gleichzeitig prüft die Stadt deshalb, ob die seit langer Zeit geplante neue Kreisstraße K3 gebaut werden kann, ein ebenfalls sehr teures Vorhaben. Die Straße soll von der Autobahn-Anschlusstelle Asdonkshof in Richtung Rheinberger Straße verlaufen und dabei teilweise parallel zu der "Übeflutungsstelle" am Kohlenhucker Weg liegen. Vielleicht könne die Planung so angepasst werden, dass die neue Straße den Kohlenhucker Weg in diesem Bereich ersetzt.

"Wenn wir eine Lösung finden, die finanziell vertretbar ist, dann machen wir das", sagte Nadine Beinemann. Wann dies sein könnte, ist derzeit aber völlig offen.

(pogo)
 
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