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Moers
Grafschafter Malteser feiern zehn Jahre Hausnotruf

Moers: Grafschafter Malteser feiern zehn Jahre Hausnotruf
Kundin Ulla Gastes lässt sich von Hausnotrufleiter Jürgen Fuchs und Sanitäter Markus Birkner (v.l.) das Hausnotrufsystem erklären. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Mit einem großen Fest haben die Malteser der Grafschaft Moers gestern das zehnjährige Bestehen ihres Hausnotruf-Dienstes gefeiert. Rund um das eigene Bildungszentrum begrüßten der Hilfsdienst zahlreiche Gäste, Kooperationspartner und Kunden. Von Markus Plüm

"Wir haben den Hausnotruf-Dienst vor zehn Jahren mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiter und einem Fahrer gestartet. Mittlerweile sind wir insgesamt 15 Helfer, die im Alarmierungsfall bei den Betroffenen nach dem Rechten sehen", freut sich die Stadtbeauftrage Hannelore Fuchs über die positive Entwicklung im zurückliegenden Jahrzehnt.

Denn das größte Problem bestand seinerzeit darin, ehrenamtliche Kräfte für einen Bereitschaftsdienst rund um die Uhr zu finden. Allerdings waren die entsprechenden Notrufgeräte - entweder eine Kette oder ein Armband mit einem Funksender - auch nur geringfügig verbreitet. "Aber mittlerweile müssen wir zwischen zehn und 15 Mal in der Woche ausrücken, weil einer unserer Kunden Hilfe benötigt. In den letzten fünf Jahren sind wir förmlich mit Anfragen überrannt worden", erläutert Fuchs.

Einer dieser Kunden ist der 89-jährige Moerser Karl-Heinz Kollenbach. Er klagt über viele unterschiedliche Leiden. "Ich bin gehbehindert und habe es am Herzen. Aber es ist erleichternd zu wissen, dass Hilfe im Notfall nur einen Knopfdruck entfernt ist", sagt der Senior am Rande des Festes. Sobald er den Alarmknopf betätigt, wird ein entsprechendes Signal an die Malteser-Zentrale gesendet. Daraufhin rücken ehrenamtliche Sanitäter zum Hilfebedürftigen aus und leiten die notwendigen medizinischen Schritte ein. "In den meisten Fällen können wir selbst das erledigen, manchmal muss dann aber auch ein Notarzt hinzugerufen werden", erklärt Hannelore Fuchs. Aber oftmals helfe auch ein kurzes Gespräch, um dem Patienten ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken und ihn dadurch wieder zu beruhigen. "Wir sind schließlich für den ganzen Menschen da."

Dieses Credo wurde auch gestern unterstrichen. Denn in vielen intensive Gesprächen bot sich die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen "Heute wollen wir ganz leger und familiär mit unseren Kunden feiern und uns auch für die Hilfe unserer ehrenamtlichen Kräfte sowie Kooperationspartner bedanken."

Quelle: RP
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