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Moers
Große Bühne für kleine Künstler

Moers: Große Bühne für kleine Künstler
Sichtlich viel Spaß machte den jungen Darstellern der Auftritt auf der großen Theaterbühne. Um so vor einem Publikum aufzutreten, brauchen sie eine Menge Selbstbewusstsein. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Grundschüler präsentieren als Teil von "Moving Moers" Höhepunkte der Moerser Kinderkultur. Sie zeigen sich dabei interkulturell. Heute treffen sich junge Bands und Liedermacher auf der "Open Stage". Sie steht auf dem Altmarkt. Von Peter Gottschlich

80 Grundschüler haben ihren großen Auftritt. Sie präsentieren auf der Bühne der Moerser Geschwister-Scholl-Gesamtschule eine große Show, die Teil der Aktionswoche "Junge Kunst bewegt die Stadt - Moving Moers" war. "Die kleinen Künstler zeigen eine überwältigende Spielfreude", freut sich Kulturbüroleiterin und Mitorganisatorin Beatrix Wirbelauer über die fünfte Ausgabe der jährlichen Aktionswoche, die diesmal interkulturell geprägt war. "Highlights Moerser Kinderkultur" lautete der Titel der Show. Und es waren tatsächlich Höchstleistungen, die Kinder von fünf Grundschulen präsentierten: als Musiker, Tänzer, Schauspieler, Akrobaten. Die Schüler der Kapellener Eichendorffschule wurden beispielsweise Balljongleure, Seiltänzerinnen, Clowns, Zauberer. Und sie imitierten wilde Tiere, um mit den Zuschauern die Welt unter der Zirkuskuppel einzutauchen.

Diese Zirkusleute verbanden unterschiedliche Kulturen bunt miteinander, wie die "Dancing ARS Kids" der Vinner Adolf-Reichwein-Schule. Angeleitet von Regine Mündelein, tanzten sie in knallbunten Kostümen unter anderem zu orientalischer Musik. Dabei waren die "Dancing ARS Kids" die einzigen, in deren Reihen auch Kinder der ersten und der zweiten Klassen mitmachten. Die Repelener Grundschüler zeigten sich dagegen nicht in Bunt, sondern in Schwarz-Weiß. Dabei machten sie in "Ziffernblatt" auf das Leben unterschiedlichen Menschen aufmerksam, die ihren Rhythmus, ihre Zeit und ihre Beziehung zu finden haben. Betreut wurden sie von Sigrid Nikel-Bronner. Ganz anders setzten sich die Hülsdonker Grundschüler mit dem Thema Zeit auseinander. Mit einem Schulbus ließen sie sich in andere Zeiten hinüberfahren. Sie lernten andere Kulturen kennen, zum Beispiel Steinzeitmenschen mit Fellen und Keulen oder Burgfräulein mit Spitzhüten. Unterschiedliche kulturelle Einstellungen präsentierten auch die Marienschüler, die bei ihnen jedoch aus verschiedenen Lebensaltern resultierten. Diese Eigenheiten der Generationen machten sie im Stück "Pipopaja Papagei" an einer alten, einsamen Frau und ihren jungen Freunden fest. Es war bei der diesjährigen Präsentation das einzige Hörspiel.

Für alle Auftritte spendeten 200 Mitschüler, Lehrer und Eltern viel Applaus. "Es ist eine Wertschätzung für die Arbeit der vergangenen Monate", sagte Sigrid Nickel-Bronner. Und die Kinder würden ihr Selbstbewusstsein und ihren Gemeinschaftssinn stärken.

Heute heißt es Open Stage: Auf dem Moerser Altmarkt bringen junge Künstler, Bands und Liedermacher ihre Songs auf die Bühne. Los geht es um 15 Uhr.

Quelle: RP
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