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Moers
Großes Interesse an Elektro-Autos

Moers: Großes Interesse an Elektro-Autos
Die angehenden Automobilkaufleute suchen selbst aus, welche Wagen sie beim Automobilsalon zeigen wollen. Das ist eine Herausforderung, schließlich wollen sie die wichtigsten und spannendsten Wagen parat haben. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Beim Autosalon präsentieren angehende Automobilkaufleute 30 Neuwagen. Von Anna-Lina Heimrath

Beraten, informieren und aktuelle Trends zeigen - die angehenden Automobilkaufleute des Mercator Berufkollegs hatten einen Tag lang die Möglichkeit, ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Statt Unterricht war am Freitag für die angehenden Automobilkaufleute der traditionelle Autosalon angesagt. 30 glänzende Fahrzeuge standen auf dem Schulhof des Berufkollegs.

Den Autosalon haben die jungen Menschen ein halbes Jahr lang organisiert. Sie haben die Autos ausgewählt, die sie den Besuchern präsentieren wollen - eine Herausforderung. Schließlich müssen sie dabei Trends beachten und die wichtigsten Wagen parat haben. "Es sind praktisch alle großen Marken und Modelle vertreten, und die Besucher können sich einen guten Überblick über den aktuellen Automarkt verschaffen", sagt der angehende Automobilkaufmann Eduard Müller (23). Er hat beobachtet, dass die modernen Geländewagen besonders beliebt sind. "In denen hat man einen guten Rundum-Blick. Das bullige Aussehen gefällt den Herren besonders."

Die meiste Aufmerksamkeit auf dem Schulhof gilt allerdings den Hybrid- und Elektroautos. Sie werden mit Strom aufgeladen und gelten als besonders umweltfreundlich. "Das Interesse an den Elektro-Autos ist wirklich sehr groß, aber es gibt noch einige Probleme beim Verkauf", erklärt Müller. Das größte sei die geringe Reichweite: Die meisten Elektro-Fahrzeuge können nur 150 Kilometer weit fahren. Auch der Preis ist um einiges höher als bei Autos mit herkömmlichen Motoren.

Insgesamt 23 Auszubildenden waren am Autosalon beteiligt. "Wir können einfach mal zeigen, was wir gelernt haben, und sehen, was noch nicht so gut klappt", erklärt Müller. Denn was von außen betrachtet einfach aussieht, ist mit viel Mühe und Teamarbeit verbunden. In Eigenregie haben die Auszubildenden mit den lokalen Autohäusern zusammengearbeitet, die Aufstellung geplant, Plakate gestaltet.

Michael Menzel hat sie dabei begleitet und das Projekt vor zehn Jahren ins Leben gerufen. "Für die Auszubildenden galt es, Inhalte im Fach Marketing umzusetzen", erklärte er. Mittlerweile ist er gelassener bei der Planung geworden, als er es vor zehn Jahren war. "Da wussten die Schüler auf einmal nicht, wie man die Autos anordnen soll", erzählt er.

Neben dem Spaß und einem erfolgreichen Marketing-Konzept ist den Lehrern ein sicherer Umgang mit den Fahrzeugen wichtig. So war die Landesverkehrswacht am Freitag mit ihrem Team dabei. Mit sogenannten "Alkoholbrillen" konnten die Auszubildenden ihre Reaktion unter rauschähnliche Bedingungen testen und auf einem Gurtschlitten einen Aufprall mit 10 Kilometer pro Stunde testen.

Quelle: RP
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