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Rheurdt
Grüne in Rheurdt plädieren für "Blühflächen"

Rheurdt. Die Ortsbauernschaft in Rheurdt ist grundsätzlich bereit, sogenannte Blühflächen anzulegen. Das hat der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Grüne, Frank Hoffmann, mitgeteilt. Er bezieht sich auf Gespräche, die am Rande des jüngsten Ortsbauerntreffens in der Gaststätte Janssen-Bodden geführt wurden.

Das Anlegen von Blühflächen ist in den Augen von Naturschützern eine Möglichkeit, dem Rückgang von biologischer Vielfalt entgegen zu treten. Wurde auf den Wiesen früher nur ein- oder zweimal im Jahr Heu gemacht, so werden die Flächen heute oft schon viermal gemäht, um aus dem Gras Silage zu machen.

"Viele Wiesen- und Kräuterpflanzen, wie Wiesensalbei, Arnika oder Storchenschnabel sind heute aus den Grünflächen verschwunden", so der Fraktionsvorsitzende der Rheurdter Grünen. "Das häufige Mähen und das Umwandeln von Grünflächen in Ackerland ist mit ein Grund, warum die Insektenpopulation um 80 Prozent zurückgegangen ist."

Damit sieht sich der Grünen-Politiker in Übereinstimmung mit dem Naturschutzbund (Nabu) Niederrhein. Auch dieser habe bereits vor den unabwägbaren Folgen des Insektenrückgangs gewarnt.

"Hier wird die Bestäubung von Blumen und Bäumen aller Art und die Nahrung für Vögel in Frage gestellt. Ich wünsche mir natürlich, dass die Bauern naturraumtypische Saatgutmischungen säen werden." Für den Grünen führen Blühflächen zu einer "Win-Win-Situation". Die Bauern erhalten für das Anlegen von Blühstreifen Fördergelder aus dem Greening-Programm der Landesregierung und für die Umwelt könnte es eine Rückkehr zu blumen- und kräuterreichen Wiesen werden.

Mehr Informationen zu aktuellen politischen Themen finden Interessierte unter

www.gruene-rheurdt.de

Quelle: RP
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