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Rheurdt
Grüne warnen vor Jakobskreuzkraut an Rheurdter Straßen

Rheurdt. An der Rheurdter Straße und der Tönisberger Straße gebe es Vorkommen der giftigen Pflanze, sagt Fraktionschef Hoffmann.

Die Gemeinde Rheurdt soll die Verbreitung des giftigen Jakobskreuzkrauts eindämmen. Das hat Frank Hoffmann (Grüne) gefordert. "An der Rheurdter Straße und der Tönisberger Straße gibt es Vorkommen", sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Pflanzen blühten zurzeit. Es sei wichtig, etwas zu unternehmen, bevor sie ihre Samen freisetzen und sich vermehren.

Das Jakobskreuzkraut ist bereits seit einigen Jahren im Gespräch, weil es sich stark vermehrt. Auch die Landwirtschaftskammer spricht von einem Problem. "Die Ausbreitung stellt eine ernste Gefahr dar, da das Jakobskreuzkraut als Giftpflanze nicht verfüttert werden sollte", heißt es auf ihren Internetseiten. Vor allem Rinder und Pferde sind für die Giftstoffe anfällig, die sich in der Leber langsam anreichern und zu chronischen Krankheiten führen können.

Auf gepflegten Feldern und Weiden kommt das Jakobskreuzkraut kaum vor; "die Landwirte spritzen alles weg", so Hoffmann. Umso häufiger ist es aber auf Brachflächen oder Pferdeweiden zu finden - oder eben auch am Straßenrand. Nicht nur Säugetiere, auch Insekten seien gefährdet, sagt Hoffmann, der selbst Bienen hält. "Normalerweise meiden Bienen das Jakobskreuzkraut, aber weil sie allgemein immer weniger Blüten finden, lassen sie sich zunehmend auch darauf nieder. Dadurch vergiften sie ihr Winterfutter und gehen ein."

Frank Hoffmann betont, dass es nicht ausreiche, die Jakobskraut-Pflanzen am Straßenrand abzumähen. "Es handelt sich um Stauden, wenn man sie abschneidet, werden die Wurzeln umso kräftiger." Die Pflanzen müssten vielmehr samt Wurzeln ausgerissen werden. Ökologisch sei das vielleicht nicht korrekt, "aber die Pflanzen richten zu viel Schaden an".

Zu erkennen ist das bis zu einem Meter hohe Jakobskreuzkraut an seinen kleinen gelben Blüten mit jeweils 13 Blättern. "Es ist kaum zu verwechseln, die Blüten sehen aus wie kleine Sonnenblumen", sagt Hoffmann.

Bürgermeister Klaus Kleinenkunen sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass der Bauhof der Gemeinde das Problem im Blick habe. "Die Mitarbeiter des Bauhofs haben ein besonderes Augenmerk darauf." Allerdings müssten die Jakobskreuzkraut-Vorkommen genau lokalisiert werden. "Wir können nicht jemanden losschicken, der das ganze Gemeindegebiet danach absucht." Dass es neben der giftigen auch eine harmlose Jakobskreuzkraut-Variante gibt, mache die Sache nicht leichter.

(pogo)
 
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