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Rheurdt
Gutachter prüft Standorte für neues Rheurdter Gerätehaus

Rheurdt. Seit Monaten wird in Rheurdt über ein neues Feuerwehrgerätehaus diskutiert. Dass es notwendig ist, ist der Verwaltung, der Wehr und der Politik klar - allerdings wohl noch nicht allen Bürgern. Auf Vorhaltungen, warum sich die Feuerwehr denn nicht mit dem bestehenden Gerätehaus am Marktplatz zufriedengebe, hatte Löschzugführer Matthias Rickers eine Begründung auf den Internetseiten der Feuerwehr veröffentlicht. Wenig später war sein Text wieder aus dem Netz verschwunden. Das sorgte für Irritationen. Handelte es sich um einen "Maulkorb" für den Löschzugführer?

Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen nahm Rickers gestern in Schutz. "Er wollte eigentlich nur informieren", sagte er. Allerdings sei man zum Schluss gelangt, dass die gegebenen Informationen manche Bürger verunsichern könnten. Man habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass die Feuerwehr aufgrund räumlicher Mängel der Wache ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden könne. Das könne sie aber sehr wohl, weil sie sich organisatorisch auf die Mängel eingestellt habe, sagte Kleinenkuhnen.

Dennoch gebe es Handlungsbedarf, so der Bürgermeister weiter. Das Gerätehaus am Marktplatz stamme aus den 60er-Jahren, es gebe inzwischen massive Platzprobleme. Diskutiert wird über einen neuen Standort, denn für die Nutzung des Marktplatzes gebe es im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung andere Ideen. Ein externer Gutachter wurde mit der Untersuchung möglicher Standorte beauftragt. Dabei steht der Schutzauftrag der Wehr, die ihre Einsatzorte innerhalb von acht Minuten erreichen soll, im Vordergrund. Nach den Sommerferien soll das Gutachten in die politischen Beratungen kommen. Es gehe um eine Investition in Höhe von mindestens einer Million Euro.

(pogo)
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