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Moers
Handwerker nehmen Schäden am Asberger Ehrenmal auf

Moers: Handwerker nehmen Schäden am Asberger Ehrenmal auf
Hans und Carsten Reuter restaurieren das Ehrenmal. FOTO: Reichwein
Moers. Die Bestandsaufnahme ist der erste Schritt für die Restaurierung. Von Jürgen Stock

Gestern haben Handwerker damit begonnen, das Ehrenmal in Asberg zu restaurieren. "Zunächst einmal müssen wir die Schäden genau aufnehmen, bevor wir mit den eigentlichen Arbeiten beginnen können", sagt Hans Reuter, Inhaber des Brüggener Restaurierungsspezialisten "Die Bauwerkstatt". Der Kastenwagen mit dem Viersener Kennzeichen ist in Moers nicht unbekannt. Mitarbeiter des Unternehmens sind derzeit auch am Moerser Schloss im Einsatz.

Es bedarf keines Spezialisten, um die Ausmaße der Schäden festzustellen. Sowohl am Denkmal selbst wie von den Treppenstufen sind Putzstücke großflächig abgeplatzt. An einigen Stellen wachsen bereits Pflanzen aus den Ritzen. "Irgendwann hat man hier eine Farbe aufgetragen, die verhindert hat, das eindringende Feuchtigkeit wieder nach außen treten konnte. Das hat den Verfallsprozess noch beschleunigt", sagt Reuter. "So weit hätte es nicht kommen müssen."

Aber jahrzehntelang hatte sich niemand um das aus den Zwanzigerjahren stammende Denkmal, das "den Opfern der Kriege" gewidmet ist, gekümmert, bis die Asberger Bürgergemeinschaft das Thema vor zwei Jahren aufgriff.. Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde wollen die Mitglieder das Areal an der Römerstraße zu einem "Platz des Friedens" entwickeln.

Die Maurerarbeiten werden bis Mitte September dauern. Danach sollen die Stellen, an denen einstmals sechs spurlos verschwundene Namenstafeln an die Asberger Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnerten, durch Tafeln mit Kriegs- und Fluchtschicksalen ersetzt werden. Im kommenden Jahr dann will die Bürgergemeinschaft den Bereich vor dem Bauwerk mit einem Tauben-Mosaik versehen. Auch die Bepflanzung und die Gestaltung des Außengeländes sollen erneuert werden.

Die Kosten belaufen sich auf rund 86.000 Euro. 81.000 Euro stellt die Stadt zur Verfügung 5000 Euro und viel Eigenarbeit kommen von den Bürgern.

Quelle: RP
 
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