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Moers
Heim für Aids-Waisen in Tansania

Moers: Heim für Aids-Waisen in Tansania
Marie Stangenberg und Anne Kink (Bild links) engagieren sich für Kinder in Mbigili, Tansania. FOTO: Reichwein/ Privat
Moers. Seit rund zehn Jahren besteht das Hilfsprojekt "Mbigili", begründet wurde es von Schaephuysen aus. Von Hedi Meinecke

Eine Zufluchtsstätte für Aids-Waisen - das war der Gedanke damals. Im nächsten Jahr, 2018 also, kann das Amani Orphans Home Mbigili bereits auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Das Kinderdorf liegt im Herzen Tansanias, im Zentrum des landschaftlich reizvollen und fruchtbaren Hochlandes in 1800 Meter Höhe, nahe der Kreisstadt Iringa, einer alten Garnisonsstadt.

Es waren einst zehn sozial engagierte Bürger, hervorgegangen aus dem Missionskreis der Kirchengemeinde Schaephuysen, welche die Gründungsidee auf ihr Panier geschrieben hatten. "Wir wollten eine Basis schaffen für unsere Vision", sagen heute die Mitglieder des Freundeskreises Marie Stangenberg und Anna Kink. "Und den Kindern ein liebevolles Zuhause schaffen, ihnen eine Lebensperspektive eröffnen." Einen entscheidenden Anteil an der Einrichtung - jedes Dorf ist mit sechs Einzelhäusern ausgestattet - hat die viel zu früh verstorbene Wahl-Schaephuysenerin Ursula Lettgen, die das Unternehmen zusammen mit dem Projektträger "Catholic Discese of Iringa" aufbaute und forcierte. "Aus der Idee und dem ursprünglichen Zuspruch ist längst eine Lawine geworden", sagt die stellvertretende Vorsitzende Marlies Hoesemans. Auch sie setzt ihr Engagement zusammen mit dem Freundeskreis fort. Jedes Jahr im Januar macht sie sich auf den Weg nach Tansania, erkundigt sich nach dem Befinden und Wohlergehen der kleinen Bewohner und den Betreuern, schaut sich um und prüft die Bücher.

Finanziell unterstützt wird das Projekt vor allem durch private Förderer, verschiedenen Pfarrgemeinden, Gruppen, Vereinen, Einzelpersonen, Unternehmen und dem päpstlichen Kinder-Missionswerk Aachen (KMK). "Zur Sicherung des Budgets aber wird jetzt zusätzlich der Ausbau von "Home Based Care" (HBC) gefördert", erläutert Anna Kink, die zusammen mit Marie Stangenberg die Patenschaften seit vielen Jahren betreut und im Auge behält.

"HBC", erläutert Kink, "wird als Unterstützung für Menschen in sozialer und persönlicher Notlage ebenso wie für HIV-positive Menschen eingesetzt." Auch in Tansania sei die Unterstützung auf gutem Weg. "Und im Kinderdorf Mbigili wird sie mit zunehmender Tendenz eingesetzt." Zudem würde die Unterstützung für die in Not geratenen Familien in der Umgebung mit dem HBC-Angebot ausgebaut.

Und Marlies Hoesemans verweist darauf, dass mit 30 Euro monatlich ein wichtiger Beitrag zur Rundumversorgung eines Kindes geleistet werden könne. Ein Kind in einer Pflegefamilie brauche für das Nötigste lediglich 25 Euro.

"Generell aber", so Hoesemans, "setzen wir mit unserer Unterstützung auf das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe."

Quelle: RP
 
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