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Moers
Heimatstube öffnet im Ex-Sparkassengebäude

Moers: Heimatstube öffnet im Ex-Sparkassengebäude
Die Ausstellungsbereiche, darunter alte Werkstätten, sind mit viel Arbeit wieder aufgebaut worden. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Am neuen Standort hat die Schaephuysener Ausstellung einen neuen Platz gefunden. Die ersten Besucher waren sehr angetan, auch Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen zeigte sich sehr erfreut. Von Sabine Hannemann

Mit einem runden Programm feierte der Verein für Gartenkultur und Heimatpflege in Schaephuysen die Wiedereröffnung des Heimatmuseums. Die örtlichen Vereine gestalteten den festlichen Rahmen. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich an der Hauptstraße 39, im ehemaligen Sparkassengebäude.

Als Glücksgriff bezeichneten der Vereinsvorsitzende Mario Gürtler und seine Stellvertreterin Claudia Koschare den neuen Standort. Die über 600 Exponate, die das Alltagsleben wiedergeben, haben einen gebührenden Platz gefunden. Entweder in Vitrinen oder musealen Einheiten, wie Wohnzimmer oder Schuhmacherwerkstatt, kann gelebte Heimatgeschichte und örtliches Arbeitsleben bestaunt werden. Die dargestellten Bereiche zeigen mit ihren Ausstellungsgegenständen ebenfalls örtliches Handwerk, wie Töpfer bis hin zum Bergmann, die weit vor 1900 datiert sind.

Voll des Lobes und der Anerkennung äußerten sich die Besucher. "Einfach sehr gut gelungen und ganz toll", das waren die häufigsten spontanen Äußerungen, denen sich auch Bernhard Lohmann, Vorstand des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege, anschloss. Alle Arbeiten, die mit ehrenamtlicher Muskelkraft zusammenkamen, haben sich gelohnt. Eine Punktlandung, die nach rund 1050 Stunden durch die Ehrenamtler und tatkräftige Hilfe von Sponsoren geschafft wurde. Vereinsmitglieder und Interessierte halfen, wann immer sie gefragt wurden. Hinzu kommen weitere Einsatzzeiten, wie Mario Gürtler erzählte. Rund 450 Stunden hat er zusammen mit Hans-Wilhelm Pingen geleistet. Nicht alleine die Gestaltung der Heimatstube mit zusätzlichen Regalen und moderner Videotechnik oder dem neuen Eingangsbereich mit Vordach, das zuvor den ehemaligen Standort schmückte, gehörten dazu. "Wir haben ein Ausstellungskonzept erarbeitet. Anträge für Fördermittel, beispielsweise für die NRW-Stiftung, mussten gestellt werden", beschreibt Gürtler den weiteren Arbeitsumfang.

Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen erinnerte an die achtmonatige Umbauphase, den Umzug. Er wurde möglich, "weil Zuschüsse des Landschaftsverbandes Rheinland und der Sparkasse Krefeld bewilligt und ausgezahlt wurden." Seit 1988 sei die Heimatstube ein Ort, den sich die Bürgerschaft und Gäste von auswärts angeschauten, um zu erfahren, wie die eigenen Vorfahren gelebt haben.

"In der Heimatstube wird Vergangenheit konkret und greifbar. Hier begegnet uns unsere eigene Geschichte. Hier erfahren wir etwas über die Identität unseres Ortes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Und ab sofort wieder sehr authentisch", so Kleinenkuhnen über die Bedeutung der Heimatstube als Spiegel der Zukunft.

Führungen für Schulklassen und Gruppen können bei Mario Gürtler unter 02845 609835 telefonisch vereinbart werden. Infos auch unter www.vfguh-schaephuysen.de.

Quelle: RP
 
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