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Moers
Heinrich Bückers neuestes Werk

Moers: Heinrich Bückers neuestes Werk
Heinrich Bücker war 17 Jahre lang Pfarrer in St. Josef in Moers. Jetzt schreibt er Bücher. FOTO: Bücker
Moers. 17 Jahre war er Pfarrer in St. Josef Moers, jetzt ist er emeritiert und schreibt Bücher. Das Neueste heißt "Anstöße - Gedichte und Gebete als Begleiter durch das Kirchenjahr". Das Besondere daran: Der Geistliche hat für sein 108-seitiges Werk die Versform genutzt. Von Hedi Meinecke

"Anstöße - Gedichte und Gebete als Begleiter durch das Kirchenjahr" - das ist der Titel seines neuen Buches. Heinrich Bücker, emeritierter Pfarrer von St. Josef, wählte für sein Werk die Versform. Das Spiel mit der Sprache habe ihn immer schon fasziniert. Und "Gedichte können anstoßen, bewegen, nachdenklich stimmen", sagt der geschätzte Geistliche und Verfasser bereits mehrerer anerkannter und humorvoller Schriften.

Diese Erfahrung habe er immer wieder bei seinen Gottesdiensten - und bei seiner Arbeit als Seelsorger gemacht. "Die Menschen hören viel aufmerksamer zu, wenn durch ein Gedicht oder in einem Gebet das Thema der Predigt noch einmal aufgegriffen und zusammengefasst wird", so Bücker.

Gedichte blieben in der Regel sehr viel stärker und länger im Bewusstsein des Zuhörers oder Lesers hängen, da ist sich der Geistliche sicher. Er erinnert in diesem Zusammenhang an sein Büchlein "Halleluja und Helau" mit Karnevalspredigten, das seinerzeit auf so große Resonanz stieß.

Die neuen Texte sind auf das Kirchenjahr zugeschnitten. Bücker klärt und erklärt lebensnah und erfrischend Gleichnisse, Geschichten und Gegebenheiten im pastoralen Raum ebenso wie im weltlichen Bereich - mit Auslegungen auf die heutige Zeit.

So zum Beispiel widmet er allein dem Vaterunser zwölf Kapitel, spricht von der Schuld und der Vergebung, vom Ruf nach Liebe und Geborgenheit, von der Versuchung und der Erlösung vom Bösen. Das Credo sieht er als starkes Glaubensbekenntnis und schließt es mit der Barmherzigkeit Gottes. Der Advent ist für ihn die Zeit der Hoffnung und der Wachsamkeit. Sein Appell an die Menschen, Wärme und Hoffnung auszustrahlen und weiter zu vermitteln. Und bei der Erläuterung des Pfingstfestes spricht er vom Geist, der die Einheit und den Frieden zum Ziel hat, bittet ihn um Mut, "denn ohne dich sind wir Museum, singen kraftlos das Tedeum." Er erzählt vom heiligen Stephanus, von seiner Steinigung, seinem Märtyrertod.

Der Autor macht sich auch Gedanken zum Jahreswechsel, spricht von Silvester und erzählt vom Papst gleichen Namens, macht vertraut mit der Tradition des Weihnachtsfestes, dem Kirchgang in der Nacht, lässt auch den Urlaub nicht aus, die Muße, erwähnt die Caritas, hebt die Gnade der Freundschaft hervor und beschließt seine rund einhundert Einzelgeschichten mit der Umwelt-Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus, die sagt: Der Kampf gegen die weltweite Armut und die Umweltzerstörung gehören untrennbar zusammen. Alles in allem ein lesenswertes Büchlein, in dem hohes geistreiches Potenzial steckt, das zum Nachdenken anregt. Zudem anspruchsvoll gestaltet - 108 Seiten.

Heinrich Bücker war 17 Jahre Pfarrer in St. Josef in Moers. Seit seiner Emeritierung im Jahre 2011 lebt er in Recklinghausen, hilft dort als Seelsorger in der Pfarrei St. Peter aus. Seine Moerser Zeit sieht Bücker als eine positive Zeitspanne seines Lebens. "Zusammen mit den vielen Ehrenamtlichen haben wir ein lebendiges Seelsorgeteam aufgebaut, haben vieles auf den Weg gebracht, den Ökumenekreis ins Leben gerufen, gemeinsame Gottesdienste gefeiert und den Dialog, nicht nur mit den evangelischen Christen, auch mit anderen Religionsgemeinschaften verstärkt", sagt er rückblickend.

Quelle: RP
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