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Rheurdt
Hüsch-Bilder von "Moses" Pankarz im Biostrot

Rheurdt. Der Künstler zeigt in Rheurdt Sonderdrucke aus dem Buch "Essen kommen" von Hanns Dieter Hüsch. Von Sabine Hannemann

Die Wände des Biostrots in Rheurdt schmücken derzeit Arbeiten von Jürgen "Moses" Pankarz. Er war Freund und Weggefährte von Hanns Dieter Hüsch. Mit dem "Männekes malen", wie Pankarz seine künstlerischen Arbeiten bescheiden nennt, hat er den Figuren, die Hüsch in seinen Büchern beschreibt, Leben eingehaucht. Auch das erste Hüsch-Plakat stammt von Pankarz.

Nicht nur Männekes macht er, sondern ist unter anderem verantwortlich für zahlreiche Designs, Logos und Bücherillustrationen. Eine Auswahl von Arbeiten des renommierten Grafikdesigners und Illustrators ist jetzt in Rheurdt zu sehen, sie erinnern an niederrheinische Momente, die Hüsch in seinen Büchern liebevoll und genüsslich karikiert.

Signierte Sonderdrucke der Originale machen die Kaffeepause im Biostrot jetzt noch interessanter. Die Illustrationen entstammen dem Buch "Essen kommen, Geschichte und Rezepte aus dem Rheinland", ein Werk, in dem Hüsch seinen Familienerinnerungen Raum gibt. Die waren ihm wichtig, "denn Essen und Trinken halten nicht nur Leib und Seele zusammen, sondern sind auch unser aller Labsal im Lauf eines langen Lebens", sagte damals Hüsch über sein Buch rund um die niederrheinisch-leckere Küche.

Dass Pankarz für den Ausstellungsort diese Auswahl an Bildern mit dem Titel "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" gibt, versteht sich. Für den Hausherrn Andreas Schomaker bedeutet die Ausstellung das "i-Tüpfelchen". Nicht nur, dass der leidenschaftliche Koch Pankarz zwölf Kilometer Anfahrt aus Kempen mit dem Rad auf sich nimmt, um Brot in der Biobäckerei zu kaufen. "Pankarz hat uns damals zu dem Brötchennamen ,Spitzbuben' verholfen. Die Brötchen hatten wir neu in unserer Sortiment aufgenommen. Uns fehlte der Name", erinnert sich Schomaker, der ebenfalls aus dem reichhaltigen Hüsch-Werk das passende Stück auswählte. Hüsch erzählt darin von seinem Opa, und wie er das Brot schnitt.

Die Gruppe "¡Hola!" mit Ludger Damm, Willi Ehrmann und Shan Devan sorgte bei der Ausstellungseröffnung für den musikalischen Rahmen. Das Biostrot in Rheurdt hat sich zum Treffpunkt mit Kulturinteressierten entwickelt. Die Zusammenarbeit mit dem Verein Leuchtfeder sorgt für ein abwechslungsreiches Programm, mit Konzerten, Lesungen und Krimi-Dinners. "Die Mischung kommt gut an", sagt Schomaker, der für das Jahr eine positive Bilanz zieht.

Die Ausstellung "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" ist bis zum 31. Januar im Biostrot an der Rathausstraße 21 in Rheurdt zu sehen.

Quelle: RP
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