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Moers
Humorica startet mit neuem Hoppeditz

Moers: Humorica startet mit neuem Hoppeditz
Hoppeditzerwachen der Humorica mit dem neuen Hoppediz und Lothar Eichner und Helmut Grossi. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Kurt Zimmermann hielt eine gereimte Rede, mit der er die Lacher auf seiner hatte, ohne jemanden zu verletzen. Von Peter Gottschlich

"Ein Hoppeditz soll Ironie und Fröhlichkeit versprühen. Er soll niemanden verletzen." So beschreibt Kurt Zimmermann seine Rolle, in die er jetzt erstmals bei der Karnevalsgesellschaft Humorica schlüpfte. Der 69-jährige Karnevalist, der als Prinz zusammen mit Prinzessin Monika Marpe die Moerser Jecken durch die Session 2008/2009 führte, war Diplomat genug, um den Namen seines Vorgängers, Reiner Schmitz, nicht in den Mund zu nehmen. Dieser hatte vor genau einem Jahr eine Hoppeditzrede gehalten, die von vielen als ausländerfeindlich kritisiert worden war, was zu einem Eklat geführt hatte.

Deshalb ließ der einstige Humorica-Prinz Kurt II. vor dem 11.11., wie es die Tradition will, die Session erwachen, nachdem er von Ehrenpräsident Helmut Grossi und 180 Narren im Haus Engeln lautstark zurück ins Leben gerufen worden war. "Im Schlaf wurde ich mit Gerüchten übersät, dass ganz Moers aus Baustellen besteht", reimte der einstige Volksbankmitarbeiter, der früher als Hoppeditz bei den Blauen Jung's Kapellen aus der Kiste gestiegen war.

"Egal wo du fährst von Ost nach West, hängst du in einer Baustelle fest. Und manchmal sind die Schilder so lustig gemacht, da läufst du zu Fuß und bist plötzlich im Schacht." Dazu seien im Sommer die Autobahnbrücken der A 40 und A 42 gekommen, die gesperrt gewesen seien. "Zwei Stunden bis Duisburg - ungelogen, in der Zeit biste auch nach Malle geflogen", witzelte der Redner beim Hoppeditzerwachen. Neben Baustellenschildern blickte er unter anderem auf Wahlplakate an den Straßen, womit er bei den Narren besonders viele Lacher einheimste. Mit seinem Fahrrad habe er Bekanntschaft mit diesen Plakaten gemacht, die an jeder Laterne und jedem Schild gehangen hätten, erzählte er.

"Als ich mi`m Rad um die Ecke gebogen, bin ich mit der Schulter gegen Martin geflogen. Dann sah ich ein Schild, stand drauf du musst mehr links, riss den Lenker rum, dann ging`s. Und landete mi'm Kopf - und das war nicht schlecht, in Bauchnabelhöhe bei Frau Wagenknecht." Einen Tipp gab er den Politikern: "Macht Politik für uns Bürger, bleibt menschlich dabei, euer Sitzplatz ist uns dabei komplett einerlei." Zum Abschluss seiner Rede wünschte der einstige Prinz dem neuen Prinzenpaar Nobbi Haßhoff und Tina Sölle "viel Spaß in den Sälen". "Jedes Prinzenpaar der Humorica - schon immer einfach spitze war", gab er ihnen mit auf den Weg. Dann sammelte er Applaus ein, so lange und so viel wie seit Jahren kein Hoppeditz in der Grafschaft.

"Eine ausgezeichnete Rede", fanden nicht nur Hansi Kitzhofer als Präsident des Kulturausschusses Grafschafter Karneval und Lothar Eichner als Präsident der Karnevalsgesellschaft Humorica. Sie blickten bereits auf den Samstagabend, wenn das neue Prinzenpaar im Rheinkamper Kulturzentrum proklamiert wird.

Quelle: RP
 
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