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Kamp-Lintfort
Infos aus erster Hand

Kamp-Lintfort. Das Kulturhauptstadtjahr hinterlässt Spuren: Seit gestern gibt es den ersten Ruhr Infopoint: Auf dem Abteiplatz können Besucher ab sofort Informationen über das Revier abrufen, mit Erläuterungen zu Sehenswürdigkeiten. Von Janina Schulze

Sie steht. Und es ist die erste im gesamten Raum. Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt und der erste Beigeordnete Dr. Christoph Müllmann sowie der Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH Axel Biermann weihten den ersten Ruhr Infopoint am Abteiplatz vor dem Kloster Kamp in Kamp-Lintfort ein. Über einen 32 Zoll-Touchscreen und Übersichtskarten können Besucher schnell Informationen über das gesamte Revier abrufen, mit Erläuterungen zu Sehenswürdigkeiten, sowie Kurzfilmen. Es wird noch zwei weitere Outdoor-Infopoints geben, einen in Essen und einen in Duisburg am Zoo. Der Infopoint ist videoüberwacht, um Vandalismus vorzubeugen, zudem hat er am Kloster einen exklusiven Standpunkt. Dieser Punkt wurde gezielt gewählt, da es sich hier mit 250 000 Besuchern um eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region handelt. In zwölf Städten werden außerdem an 23 Standorten Indoor-Infopoints sowie Lounges installiert.

Ein großes Netzwerk

Ein großes Netzwerk also, das die einzelnen Städte der Kulturhauptstadt 2010 miteinander verbindet. Ursprünglich sei ein einziger Informationspunkt geplant gewesen. Das sei jedoch viel zu wenig, so Biermann. Am Kloster galt es, Richtlinien zum Denkmalschutz zu erfüllen. Der Infopoint sollte sich in die Landschaft einpassen. Und das tut er. Er ist nicht so klobig und groß wie ursprünglich geplant, sondern besitzt ein Glasdach, einen Touchscreen und eine Landkarte. Rund 50 000 Euro flossen in das Gerät, auf das Lintfort stolz ist, schließlich sind ist sie die erste, die den Outdoorkasten präsentieren. "Wir sind sehr zufrieden", freut sich Biermann. Für fünf Jahre wurden die Fördermittel von Land und EU bewilligt.

Solange wird der Kasten stehen. Danach geht er ins Eigentum der Stadt Kamp-Lintfort über, die ihn dann für eigene Zwecke verwenden kann. Die Firma Bytsat-Work hat die Administration der Geräte. Bisher gibt es solch ein System in Europa kein zweites Mal. Es besteht aus vier unterschiedlichen Einrichtungen: Ruhr Videocenter, Ruhr Infocenter, Ruhr Infolounge und dem Ruhr Infopoint. Damit sich Besucher leichter orientieren können, wurde die Region in vier Erlebnisbereiche aufgeteilt: "Kulturhafen Ruhr", "Ruhr spektakulär und populär", "Festspielplatz Ruhr", und "Kreativität Ruhr". In den vier großen Portalstädten werden die Visitorcenter und Infocenter entstehen, außerhalb werden Infolounges und Infopoints installiert, um ein leichtes Zurechtfinden möglich zu machen.

Quelle: RP
 
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