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Moers
Irish Dance: Wenn Füße schneller als die Augen sind

Moers. In Moers fanden die Deutschen Meisterschaften statt. Mehr als 380 Teilnehmer aus aller Welt fanden den Weg hierher. Von Sabine Hannemann

Irische Musik erfüllt die Enni-Sporthalle in Rheinkamp. William Peterson versteht es mit seinem Akkordeon, der irischen Sehnsucht Töne zu geben. In Reih' und Glied stehen die überwiegend weiblichen Teilnehmer des Tanzwettbewerbs. Sie stellen sich den kritischen Augen der Richter. Das Trio achtete dabei darauf, ob exakt im Takt zur Musik getanzt wird, die Fußstellungen stimmen, die Sprünge und alle anderen Bewegungen sauber ausgeführt werden. "Manchmal sieht es so auch, als ob die Teilnehmer einen Knoten in den Beinen haben", meint dazu die Präsidentin Elaine Walker der World-Irish-Dance-Association. In Altersgruppen und nach Leistungsstand, die so genannten Beginner und Open nach Level gestaffelt, treten die Akteure an.

Der linke Fuß steht leicht schräg, der rechte mit Hacken davor platziert - so die einheitliche Grundposition, bevor es losgeht. Was dann folgt, lässt sich oftmals gar nicht so schnell mit den Augen erfassen. Mit vollendeter Körperbeherrschung, geradem Oberkörper und Oberarmen beginnen sie rasend schnelle Steps zu zeigen.

Sie sorgen sofort für Bilder im Kopf der Besucher. Die Supershows River Dance und Lord of Dance sind präsent gepaart mit der Begeisterung für die Synchronisation von Bewegung und Musik. Moers erlebt mit mehr als 380 Tänzerinnen und Tänzern aus 35 Tanzschulen aus Deutschland und Europa ein Wochenende der tänzerischen Superlative.

Getanzt wurde in unterschiedlichen Disziplinen, dem Soft- und Hardshoe, Solotänzen, Gruppentänzen mit zwei bis acht Tänzern und Showtänzen. Gastgebende Tanzschule ist Scoil Rince Celtus. "Die Wahl fiel auf Moers, weil wir ideale Bedingungen vorfinden", heißt es. Mit von der Partie ist Maike (22), die in einem Hamburger Club trainiert. "Die Musik und die Schrittfolgen, das begeistert mich", erklärt Maike, die in leichten geschnürten Lederschuhe antritt. Anders das Schuhwerk bei den Hardshoe-Tänzen, deren Klackern an Stepptänze erinnert.

Mittendrin Anna Kutschaty. Die Zehnjährige ist amtierende Deutsche Meisterin in ihrer Altersklasse, trainiert in Duisburg und will es jetzt bei der Deutschen Meisterschaft erneut wissen. "Ich genieße es, dabei zu sein", erklärt sei. Zweimal in der Woche trainiert sie, erzählt ihre Mutter Christina. Dass derart viele Nationalitäten bis hin zu Teilnehmerinnen aus Russland antreten, erklärt Weltpräsidentin Elaine Walker mit dem ungeheuren Zulauf, den die Show Riverdance ausgelöst hat. "Der Irish Dance hat besonders in vielen osteuropäischen Ländern eine hohe Akzeptanz. Russland gehört zu unseren Verbänden mit den meisten Fans. Wir sind eine Worldfamily", so die Präsidentin mit irischen Wurzeln.

Quelle: RP
 
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