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Moers
Isar-Team hilft Hurrikan-Opfern in Haiti

Moers. Nach dem schweren Wirbelsturm Matthews ist ein Erkundungsteam der Moerser Hilfsorganisation Isar im Katastrophengebiet eingetroffen. In vielen Orten im Süden des Landes haben zahlreiche Familien ihr Obdach verloren. Der Wirbelsturm hat ihre ohnehin schon einfachen Behausungen zerstört. "Sie versuchen nun mit einfachsten Mitteln, sich wieder eine Unterkunft zu schaffen", berichtet Thomas Laackmann, der aus Sonsbeck stammmende Leiter des Erkundungsteams..

Bislang sei nur langsam Hilfe bei den Betroffenen angekommen. Das habe zu Protesten der Bevölkerung geführt. So seien in den vergangenen Tagen mehrfach Straßensperren errichtet worden. Dadurch seien für das deutsche Hilfsteam mehrere Regionen nicht erreichbar gewesen. "Die Stimmung ist angespannt", berichtet Laackmann. Die Menschen seien verzweifelt und bräuchten neben Unterkünften dringend sauberes Wasser und Strom. Auch seien Krankenhäuser teilweise geschlossen, weil auch sie von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten seien und Medikamente fehlten. Zahlreiche Schulen seien zerstört, das Schulmaterial durch die Regenmassen unbrauchbar gemacht worden.

Zwar seien die Schäden größer als angenommen, doch sei das Ausmaß der Katastrophe nicht mit dem Erdbeben von 2010 vergleichbar. Zudem hätten Anrainer-Staaten, darunter vor allem die USA, zahlreiche Helfer auf die Insel gesandt. Daher müsse die sechsköpfige Isar-Truppe nicht verstärkt werden.

(ock)
 
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