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Moers
Jamaram funkt im Bollwerk 107

Moers. Die international besetzte Band begeisterte mit ihrem Rhythmen das Publikum im Jugendkulturzentrum. Die Musik reicht von Reggae bis Weltmusik. Von Anna-Lina Heimrath

Sie sind bereits durch Afrika, Brasilien und Europa getourt. Aktuell produziert die international besetzte Band Jamaram ein neues Album in ihrer Heimat in München. Am Freitag heizten sie aber im Bollwerk 107 nochmal ordentlich ein, bevor es wieder zurück ins Studio geht. Wenn Jamaram auf der Bühne stehen, dann bleiben die Besucher nicht lange ruhig. Die gelungene Mischung aus Reggae, Funk, afrikanischer Weltmusik und vereinzelten elektronischen Beats sorgte für ausgelassene Stimmung in der gesamten Halle. Mehr als zwei Stunden lang spielten die acht Bandmitglieder eine Mischung aus ihren bekanntesten Songs wie "Oh my Gosh" oder "Green Leaf" sowie einige ihrer neuesten Liedern.

Neben ihren internationalen Einflüssen, die sich auch in ihrer Instrumentenwahl widerspiegeln, zeichnet sich die Band Jamaram durch ihre persönlichen Texte aus. Ihre Songs handeln von dem, was sie in ihrem Leben zusammen erlebt haben. "Mittlerweile handeln unsere Lieder von anderen Dingen als noch vor zehn Jahren. Mit unserem neuen Song ,Back in a day' zum Beispiel geht es, dass wir als Musiker wieder zu unserer Familie zurückkehren und nicht mehr um das Mädchen in der ersten Reihe", so Hannes Beblo, der Saxophonist der Band. Neben Jamaram stand die Krefelder Band Omnibus Prime und die Berliner Jungs von Riders Connection auf der Bühne. Zum Abschluss des musikalisch gelungenen Abends gab es dann noch ein Highlight für alle Fans von Jamaram: Die Musiker verabschiedeten sich von ihrer Bühne und nahmen ihre Instrumente mit ins Publikum und spielten inmitten der Besucher noch einige Lieder.

Seit 16 Jahren stehen die Musiker bereits gemeinsam auf der Bühne. Dabei ist es ihnen wichtig, auch etwas zurückzugeben. In Zusammenarbeit mit dem Hilfsprojekt "Go ahead" sammeln sie daher auf ihren Konzerten mit Sparbüchsen Geld, um Vorschulkinder in Südafrika zu unterstützen, die durch die Folgen von Aids einen oder beide Elternteile verloren haben. "Den Erfolg haben wir unseren Fans zu verdanken, die auf den Konzerten spenden", erzählt Beblo. Aktuell soll ein "Learning Center" gebaut werden, in dem die Kinder nachmittags betreut werden. Die Band plant, 2017 wieder nach Moers zu kommen.

Quelle: RP
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