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Moers
Jazz-Matinee mit Countrymusik gerettet

Moers: Jazz-Matinee mit Countrymusik gerettet
Jazz bot Thorsten Siltmann seinem Publikum zwar nicht - dafür aber unter anderem Country und Folk. Sehr zur Freude der Zuhörer. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Geplantes Duo muss kurzfristig wegen Krankheit absagen. Thorsten Siltmann springt spontan ein. Von Jutta Langhoff

Glück im Unglück, oder doch nicht ganz so viel Pech wie anfangs befürchtet, hatte am Sonntag Angelika Küpperbusch, Betreiberin des gleichnamigen Moerser Antiquariats. Eigentlich hatte sie an diesem Tag zu einer sogenannten "Jazz Matinee für Langschläfer" mit dem Rheinberger Gesangs- und Gitarren-Duo "Thora Blue" unter den schönen Lindenbaum in ihrem Garten eingeladen. Rund 20 Gäste hatten bereits ihr Kommen zugesagt und freuten sich auf ein Programm aus "Blues, Jazz, Pop, Latin und Chansons", das die Sängerin Jutta Gerten und der Gitarrist Rainer Maria Lauff unter dem Titel "Angekommen" präsentieren wollten.

Doch dann hatte es bereits am frühen Morgen angefangen zu regnen, und wenig später musste das Duo wegen einer plötzlichen Erkrankung kurzfristig absagen.

Was jetzt? Der Regen war nicht weiter schlimm. Angelika Küpperbusch hatte schon öfter verregnete Garten-Veranstaltungen spontan in ihr Wohnzimmer verlegt. Das kannten die meisten Besucher schon. Problematischer war es, schnell noch einen Künstler zu finden, der für das ausgefallene Jazz-Duo kurzfristig einspringen konnte. Aber auch das klappte.

Der Gelsenkirchener Sänger und Gitarrist Thorsten Siltmann war im Januar schon einmal mit einem sehr erfolgreichen Reinhard-Mey-Konzert bei Angelika Küpperbusch aufgetreten und versprach auszuhelfen. Zwar "nicht mit Jazz und auch nicht nur mit Liedern von Reinhard Mey", wie er den rund 20 Besuchern im Wohnzimmer zu Beginn seines Auftritts lächelnd erklärte: "Lassen Sie sich überraschen."

Das taten die Zuhörer gerne. Die meisten waren, wie auch das Duisburger Paar Sigrid Pege und Bernd Ney trotz der Programmänderung geblieben und sollten es nicht bereuen. "Ich beginne mal mit Country. Zum Warmwerden", kündigte Siltmann an, nachdem er mit seiner Gitarre hinter dem Mikrofon Platz genommen hatte. "Das ist zwar kein Jazz, aber auch schön." Den "Aufwärmer" "Ring of Fire" von Jonny Cash kannten alle, und wippten dazu noch etwas verhalten nur mit den Füßen. Beim nächsten Song, der deutschen "Lucky-Lips"-Version von Cliff Richards "Rote Lippen soll man küssen" sangen bereits die ersten Besucher begeistert mit. Und so ging es weiter.

Siltmann hatte für jeden Musikgeschmack etwas dabei, von der irischen Liebeserklärung an die liebliche Dubliner Muschelverkäuferin "Molly Malone" über die romantischen Erinnerungen der "Drifters aus den 1960ern "Under the boardwalk", bis hin zu dem 1989 erschienenen "Rockin' in a free World" des berühmten kanadischen Musikers Neil Young. Sogar der Deutschen schönster Liebesschlager "Ein Stern, der Deinen Namen trägt" - wenn auch in Englisch gesungen - fehlte nicht.

Quelle: RP
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