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Moers
Jeder achte Job in Duisburg ist vom Hafen abhängig

Moers. Die Zahl der direkt und indirekt vom Hafen abhängig Beschäftigten hat sich in den vergangenen vier Jahren um 11,6 Prozent auf 45.300 erhöht. Die gesamte, auf den Hafen zurückzuführende Wertschöpfung ist um vier Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro gewachsen. Das sind Ergebnisse einer Studie des Berliner Marktforschungsinstituts Regionomica. Seit dem Jahr 2000 lässt die Duisburger Hafen AG in regelmäßigen Abständen die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftseffekte des Logistikstandortes Duisburg untersuchen.

Nach 2006 und 2011 war in diesem Jahr erneut eine Studie in Auftrag gegeben worden. "Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die Dynamik der Logistikwirtschaft in Duisburg und der Region weiter anhält", betonte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, gestern bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Sie sind darüber hinaus Beleg für die Qualität des Standortes, der inzwischen zu den führenden Logistikregionen in Europa gehört." Insgesamt sind über 18.400 Arbeitsplätze direkt vom Hafen abhängig und in der Region angesiedelt.

Die direkten Beschäftigungsverhältnisse sind damit im Vergleich zu 2011 um 14,3 Prozent überproportional stark gewachsen. Dies ist insbesondere auf die Ansiedlungen im Hafen und die höhere Nutzungsquote der Industrie- und Logistikbetriebe im Umfeld des Hafens zurückzuführen.

"Die Untersuchung unterstreicht eindrucksvoll, wie sich erfolgreich handelnde Hinterlandhäfen zu wichtigen Wachstumsmotoren für Stadt und Land entwickeln können", so Staatssekretär Michael von der Mühlen. Von den insgesamt 45.300 hafenabhängigen Beschäftigten entfallen rund 22.000 auf die Stadt Duisburg, was 13 Prozent aller Arbeitsplätze entspricht. Damit ist mehr als jeder achte Arbeitsplatz in Duisburg vom Hafen abhängig. In den 300 Betrieben im öffentlichen Hafen sind über 11.400 Beschäftigte aktiv. Hier konnte die Zahl der Beschäftigten gegenüber 2011 um 12,9 Prozent gesteigert werden.

"Der Hafen ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die Stadt Duisburg. Diese positive Entwicklung ist zugleich aber auch Verpflichtung, den Standort weiter zu entwickeln", sagte Oberbürgermeister Sören Link.

Das beauftragte Marktforschungsinstitut hat zur Erstellung der Studie umfangreiche Unternehmensbefragungen, darauf aufbauende Simulations- und Wirkungsberechnungen und Interviews mit ausgewählten Unternehmen und Akteuren durchgeführt.

(skai)
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