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Moers
Jugendliche bauen Longboards in den Ferien

Moers. In der Jugendeinrichtung "Die Box" wagen sich 14-bis 27-Jährige an das Basteln der verlängerten Skateboards. Von Julia Schüßler

Ein kahler Raum, in der Mitte drei Tische und jede Menge Holzbretter. Drum herum werkeln Jugendliche mit Bleistift, Lineal und Zirkel an den Brettern. Das Ziel: Ein eigenes Longboard bauen. Vom 23. bis zum 27. Oktober können das Jugendliche im Alter von 14 bis 27 Jahren in der Ferienaktion "Fitnesswerkstatt" der Jugendeinrichtung "Die Box" auf der Leipziger Straße.

"Wir haben vorgefertigte Longboard-Bretter, die die Kids selber vermessen und aussägen", erklärt Mathias Klaft-Turnau, Sozialarbeiter vom Caritasverband Moers-Xanten. Wichtig sei dabei vor allem, dass die Jugendlichen sich in Geduld üben. "Viele sind eine schnelle Bedürfnisbefriedigung gewöhnt. Ein Longboard kann man aber nicht sofort bauen." Am Ende habe man aber etwas Eigenes gebastelt, was stolz mache. "Da muss viel Liebe reingesteckt werden: Rundungen abschleifen, Löcher für die Achsenmontage aussägen und die farbliche Gestaltung."

Auf das Anmalen der Longboards freuen sich Danice Deibele und Lea Belda am meisten. "Ich möchte eine italienische Flagge und einen Totenkopf drauf malen", sagt die 15-jährige Danice. Damit widme sie es ihrem verstorbenen Großvater. "Ich habe zwar schon ein Longboard im Keller, aber das hier wird besonders, weil ich es selber baue", erklärt die 14-jährige Lea. Beide können es kaum erwarten, die Rollbretter auszuprobieren.

Denn gewerkelt wird nur an den ersten drei Tagen des Workshops. Danach sollen die Teilnehmer die eigene Arbeit testen und weitere Sportmöglichkeiten in der Umgebung kennenlernen. "Wir üben vor allem eine Form des Trainings, bei der man nur den Körper und die Umgebung braucht", berichtet Iulia Craciunescu vom Caritasverband Moers-Xanten. Das nenne man "Calisthenics". "Dabei kann auch ein Fahrradständer oder eine Teppichstange ein Sportgerät sein", sagt Mathias Klaft-Turnau. Es sollen Trainingsvideos entstehen, die auch von Nicht-Teilnehmern genutzt werden können. "Die stellen wir dann auf unsere Facebook-Seite "Die Box Moers"", verkündet Klaft-Turnau. Der Workshop ist ausgebucht. "Spontane Besuche sind eher schwierig, weil alles durchgeplant ist. Aber wenn es gut ankommt, machen wir es im nächsten Jahr wieder", sagt Iulia Craciunescu.

Quelle: RP
 
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