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Moers
Jugendliche drehen spannende Kurzfilme

Moers: Jugendliche drehen spannende Kurzfilme
Yanek Schulz, Sarah Heckhoff, Chrissy Schmidt und Patrick Stenzel beim Dreh ihres Beitrags für das Spontanfilm-Festivals. Sie beschäftigten sich mit dem Spannungsfeld zwischen Chaos und einem ordnenden Schöpfer. FOTO: Klaus Dieker
Moers. In 24 Stunden eine Filmidee entwickeln, das Drehbuch dazu schreiben, drehen, schneiden, vertonen und den Film vorführen. Das ist die Idee des seit acht Jahren vom Kinder- und Jugendbüro angebotenen Spontanfilm-Festivals. Von Jutta Langhoff

15 junge Leute zwischen 16 und 24 Jahren hatten sich am Freitag um 19 Uhr in den ehemaligen Räumen der Moerser Bürgerinformation an der Unterwallstraße getroffen, um unter dem Titel "Spiel des Lebens" ihre Vorstellungen von virtueller und realer Welt in Form eines zehnminütigen Kurzfilms zum Ausdruck zu bringen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kannte sich bereits aus einer oder mehreren der vorherigen Veranstaltungen, die anderen waren neu. Wie immer startete das Ganze damit, dass sich die Teilnehmer erst einmal miteinander bekannt machten und sich dann mit Hilfe einer Verlosung, in diesem Fall zu drei, aus jeweils fünf Personen bestehenden Arbeitsteams zusammenfanden. Was sich danach zunächst bei der Ideenfindung und dann bei den Dreharbeiten ereignete, beschreiben beispielhaft die Aktivitäten des sich selbst mit dem Namen "die TeqIngos" bezeichneten Teams A, bestehend aus Chrissy, Dennis, Janek, Patrick und Sarah.

Ihre in den ersten Stunden entwickelte Filmidee zum Thema "Spiel des Lebens" bestand aus dem Gegensatz zwischen den Handlungen eines ordnenden Schöpfers und seines Widerparts, der unter dem Namen "Chaos" den bisher leicht überschaubaren, realen Protagonisten Mario ganz unverhofft in eine chaotisch anmutende, virtuelle Welt versetzen sollte. "Ich denke, wir zeigen zuerst, wie er morgens aufsteht, zur Arbeit geht, seine Freundin trifft und vielleicht mit seinem Hund spazieren geht", schlug Janek bei der Drehbuchbesprechung des Teams am Freitagabend vor. "Ja, aber wir müssen die Zuschauer vorher noch irgendwie mit der Rolle des Schöpfers vertraut machen", wand Chrissy ein.

Sie hielt die zahlreichen Darstellungsvorschläge ihrer Team-Mitglieder in einem vorläufigen Drehbuch fest und sorgte anschließend bei den Dreharbeiten dafür, dass sie auch möglichst genau umgesetzt wurden. Dazu musste das Team zum Beispiel am Samstagvormittag gemeinsam nach Eick-Ost fahren, wo Husky-Hündin Lady wohnte, die Sarah als Mitdarstellerin in dem von ihrem Team konzipierten Kurzfilm angeboten hatte. "Das macht das Ganze lebendig", begründete "Protagonist Mario", alias Janek, Ladies dramaturgischen Einsatz.

Das Gleiche galt auch für den Regen aus Möhren, Radieschen, Nudeln, Popcorn und bunten Söckchen, der sich plötzlich bei einem Spaziergang mit Lady über ihn ergoss und den Übergang von seiner bisher gewohnten Wirklichkeit in eine ihm plötzlich unbekannte, virtuelle Chaoswelt verdeutlichen sollte. "Mist, ich habe die Werfer drauf", verkündete Kameramann Patrick wenig erfreut nach der ersten Aufnahme. "Das Ganze bitte nochmal!" Diesmal klappt es.

Die übrigen und auch vorherigen Aufnahmen wurden in den folgenden Stunden so zusammengestellt, dass sie, wie auch die der beiden anderen Teams bei der abschließenden Open-Air-Präsentation am Samstagabend einen mehr als verdienten Applaus erhielten.

Alle drei beim diesjährigen Moerser Spontanfilm-Festival entstandenen Filme sind voraussichtlich schon in dieser Woche auf der Internetseitete des Moerser Kinder- und Jugendbüros der Stadt Moers als Veranstalter zu sehen.

Quelle: RP
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