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Rheurdt
Jugendliche wünschen sich Skateranlage

Rheurdt: Jugendliche wünschen sich Skateranlage
Erik Brümmer (links) und sein Sohn Theo (zweiter von links) beteiligten sich am Samstag an der Ideensammlung. FOTO: Armin Fischer
Rheurdt. 80 Schaephuysener haben am Samstag gemeinsam mit Architekt Dirk Schelhorn Ideen für den Generationenpark entwickelt, der am Ortsrand entstehen soll. Von Jana Marquardt

Acht Kinder haben sich an einen Tisch im Kneipenraum zurückgezogen, abseits von den Erwachsenen, und beugen sich konzentriert über das vorläufige Konzept des Generationenparks, das Architekt Dirk Schelhorn entworfen hat. "Die Blumenwiese ist definitiv zu groß", findet Theo Brümmer (12) und seine Freunde nicken. "Die kann komprimiert werden", stimmt Max Hoyer (14) zu. "Und die Skateranlage fehlt. Lass' uns doch den Fitnessbereich auf die Blumenwiese verlegen und dann hier die Bowl unterbringen." "Ja, so machen wir's!", kommt es von allen Seiten, und der Plan der Arbeitsgruppe ist besiegelt.

Auch bei den Arbeitsgruppen der Erwachsenen, die nebenan im Saal der Gaststätte Winters-Gilbers sitzen, geht es voran. Ein Rundweg um das Parkgelände, eine Mountainbike-Strecke oder Tischtennisplatten werden in den Plan eingezeichnet. 80 Schaephuysener sind am Samstagvormittag der Einladung der Gemeinde zur Bürgerbeteiligung gefolgt und arbeiten gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Frank Schelhorn aus Frankfurt Ideen für den Generationenpark am Ortsrand aus. Auf einer gemeindeeigenen Fläche von 10.000 Quadratmetern soll die Parkanlage, angrenzend an den Kirchwinkel und Et Ströttsche, in den nächsten Jahren entstehen. Zurzeit ist die Fläche noch verpachtet und wird als Pferdeweide genutzt. "In den vergangenen Jahren hat Schaephuysen einige Schließungen verkraften müssen", sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. "Erst die Bankfilialen, dann die Grundschule - dadurch ist ein Mangel im Dorf entstanden. Das Schulgelände wird nun verkauft, und so fallen weitere Spielflächen weg. Mit dem Generationenpark wollen wir Kindern, aber auch ihren Eltern und Großeltern sowie den Jugendlichen ermöglichen, Spaß an der frischen Luft zu haben."

Während die Kleinen auf dem Wasserspielplatz oder im Mikadowald spielen, können sich die Großen an den Fitnessgeräten oder auf den Trampolinen auspowern - so sieht es das vorläufige Konzept Schelhorns vor. "Das ist aber nicht in Stein gemeißelt", betont der Frankfurter. "Es ist viel Platz für Ihre Veränderungen, Anregungen und Vorschläge." Am 15. März wird es eine Sitzung des Fachausschusses für Gemeindeentwicklung und Ökologie geben, bei der die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung vorgestellt und diskutiert werden.

Sinan Lafci, der vor zwei Jahren mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern ins Dorf gezogen ist, hofft auf Zuspruch für seine Idee einer "Schopa Cabana". "Ich stelle mir eine kleine Sandküste am Bach vor, mit einem Café und dem Gefühl von Urlaub", erklärt der 38-Jährige. "Der Name ist inspiriert von der Copacabana in Rio und dem umgangssprachlichen Ausdruck ,Schoppes' für Schaephuysen." Freies Wlan, das von einigen Bürgern gewünscht wird, gehört für ihn nicht zum Urlaubsgefühl. "Um im Internet zu surfen, brauche ich nicht nach draußen zu gehen", findet er. So sehen das überraschenderweise auch die Kinder. "Wenn wir auf dem gesamten Gelände Wlan hätten, würden die Eltern doch nur auf den Bänken hängen und aufs Handy starren", befürchtet Peter Schüren (14). "Ich finde, das sollte es nur im Eingangsbereich geben", sagt Franca del Ben (14). Dafür wollen die Acht ein riesiges Schachfeld und Flutlichter am Bolzplatz. "Weil's doch im Winter so schnell dunkel wird", wirft Max ein. "Sonst können wir nachmittags doch gar nicht dort kicken."

Quelle: RP
 
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