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Moers
Jumborun mit einer Rekordbeteiligung

Moers: Jumborun mit einer Rekordbeteiligung
Ute fährt Leni, und Niki durch den Niederrhein: Darauf freuen sich Fahrer und Beifahrer wieder. FOTO: Armin Fischer
Moers. Die "Sonsbiker" erwarten am Wochenende gut 200 Motorrad- und Trike-Fahrer. Das "Unternehmen Zündkerze" ist inzwischen Deutschlands größte Ausfahrt mit Menschen mit Behinderungen. Von Rita Hansen

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Samstag, 25. Juni, röhrt mit dem "Unternehmen Zündkerze" der größte integrative Jumborun in NRW wieder durch Sonsbeck. Sowohl bei der Ausfahrt um etwa 11 Uhr aus dem Ort als auch bei der Rückkehr nach der Ausfahrt (zwischen 14 und 15 Uhr) wird der Biker-Korso durch den Ortskern rollen und für einen beeindruckenden Anblick sorgen. "Wir freuen uns immer über die vielen Zuschauer am Straßenrand, die euphorisch winken, anfeuern und mitfiebern", berichtet "Sonsbiker" Gregor Joosten. Das sorge für einen zusätzlichen Stimmungskick.

Die vereinseigene alte MZ ist aufgetankt, der Zeltplatz hat sich nach dem Unwetter regeneriert und kann genutzt werden. "Wir erwarten erneut eine Rekordbeteiligung", heißt es vom Organisationsteam.

"Die Ausfahrt im Gespann oder auf dem Trike ist für all die Menschen, denen es, aufgrund von körperlichen (motorischen) und oder kognitiven Einschränkungen, alleine nicht möglich ist auf einem Motorrad zu fahren. Rings um die Ausfahrt wird ein buntes Wochenendprogramm gestaltet mit Camping-/ (Mit-)Fahrerlager am Abenteuerspielplatz an der Parkstraße in Sonsbeck." Die Anreise ist bereits ab Freitag möglich. Der Samstag startet mit dem Biker-Frühstück um 9 Uhr im Kastell. Gegen 11 Uhr beginnt die Ausfahrt mit einer kleinen Rundfahrt durch Sonsbeck. Danach führt die rund 80 Kilometer lange Strecke Richtung Xanten, quer durch Veen, über Winnenthal, Alpen, Bönninghardt und Aengenesch zum Kloster St. Bernardin. Dort wird pausiert, bevor die Karawane über Geldern und Issum quer durch Hamb zurück nach Sonsbeck fährt. Verkehrsverzögerungen aufgrund der rund 200 erwarteten Trikes und Motorräder sind zu erwarten.

Der Jumborun wird alljährlich größer. Die Fahrer kommen längst nicht mehr nur aus der Umgebung, sondern aus ganz Deutschland und den Niederlanden. "Wir erhalten viel Feedback, unter anderem durch die sozialen Netzwerke. Nach wie vor ist es aber auch viel Mund-zu-Mund-Propaganda der Beteiligten", erläutern die Zündkerzler. Immer mehr Helfer sind im Einsatz, um das Wochenende zu einem tollen Erlebnis für alle Beteiligten werden zu lassen. Das Einzige, was die Organisatoren nicht planen können, ist das Wetter. Es müsse trocken sein, sonst kämen erfahrungsgemäß weniger Fahrer. "Die Mitfahrer, von denen sich bereits rund 150 angemeldet haben, stehen aber bei jedem Wetter erwartungsvoll auf dem Platz und wollen fahren", erklärt Gregor Joosten. Trotz der vielen Aufgaben, die so kurz vor dem Zündkerze-Wochenende noch zu bewältigen sind, "ist die Vorfreude riesig. Sonst würden wir es nicht machen."

Die "Sonsbiker" passieren am Samstag auch Alpen. Sie hoffen, dass gegen 11.30 Uhr einige Alpener an der Ecke Ulrichstraße stehen, wenn der Tross an der Ampel rechts in die Lindenallee abbiegt. Kurz vorher fahren die Maschinen übrigens durch Veen. Der Wunsch: "Wäre toll, wenn Leute an der Straße winken." www.unternehmen-zuendkerze.de

Quelle: RP
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