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Moers
Junge Künstler lernen Musikwirtschaft

Moers: Junge Künstler lernen Musikwirtschaft
Junge Musiker konnten auf der Messe Kontakte in die Musikwirtschaft finden. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Bei der Messe "create and connect" fanden Konzertveranstalter und viele Musiker zusammen. Von Peter Gottschlich

"Ein Konzert zieht immer in Moers. Ein neues Format nicht." So beschrieb Gero Köster die Resonanz auf die erste Musikmesse im Bollwerk 107. Trotzdem konnte der Duisburger, der mit seinem Unternehmen KW Show Solution die Technik für das Festival "Hall of Rock" in der Vluyner Kulturhalle stellte, dieser Messe, die den Titel "create and connect" trug, viel Positives abgewinnen. "Wir haben uns mit den anderen Ausstellern ausgetauscht und viele Kontakte geknüpft", berichtete er an einem Stand, an dem er zusammen mit Melissa Ingenwerth für das zweite Vluyner Festival "Hall of Rock" am 28. April 2018 warb.

Die Aussteller waren zum Beispiel die Musikschule Moers, die ihren Pop- und Rockbereich populärer machen wollte, das Rheinberger Lable Quasilectric, das Vertrieb und Handel für 13 deutsche Bands organisiert, oder Erik Brümmer und Betty Knura vom Verein Schaephuysen Heimspiel, der am 16. Juni 2018 zu seinem dritten Rockkonzert einlädt. "Wir wollen hier Kontakte zu jungen Bands knüpfen", erzählten sie.

Die Mitglieder dieser Bands besuchten aber zunächst nicht die Halle mit den Ausstellern, sondern die sieben Workshops, die in drei Blöcken zeitlich versetzt organisiert waren. Bollwerk und "create music" hatten sie speziell für sie konzipiert, da junge Bands die Zielgruppe des landesweiten Projektes "create music NRW" sind, welches vom Landeskulturministerium und Landeswirtschaftsministerium, der Stiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der Stiftung der Sparda-Bank gefördert wird. Besonders fragten die rund 30 jungen Musiker und Musikinteressierten Workshops nach, in denen sie Information über die grundlegende Arbeit im Tonstudio, die Lablegründung und den Vertrieb sowie die eigene Präsentation erhielten.

"Alle Referenten sind professionell in der Musikwirtschaft", betonte Katja Roters. Sie koordiniert beim Bollwerk das landesweite Musikprojekt "create music", in dem Moers der Projektstandort am Niederrhein ist. "Zum Beispiel stellen Ina Schulz und Henry Storch vom Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen die Lablegründung vor", erzählte sie. "Wir wollen die jungen Bands professioneller machen. Sie sollen lernen, wie die Musikwirtschaft funktioniert."

Nach den Workshops kamen die jungen Musiker auch mit den Ausstellern in Kontakt. Ferner rief "create music" bereits im Juli ein Netzwerk ins Leben, in dem sich Musiker, Veranstalter und Musikprofessionelle austauschen. "Mit dem Projekt sollen sich Strukturen bilden", sagte Michael Zindel als Projektleiter von "create music NRW". "Am Niederrhein gibt es viele Festivals und Bands. Aber manchmal wissen Musiker und Veranstalter nicht, was 20 Kilometer weiter passiert."

Das ist in Moers nicht anders als an den drei anderen Standort von "create music", in Münster, wohin "create music" am Samstag vor einer Woche zu einer Musikmesse eingeladen hatte, und in Unna und Bielefeld, in den es Messen am nächsten und am übernächsten Samstag gibt.

Quelle: RP
 
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